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Okt 20 2011

 von: FxS

Ob über Smart-TV, mobile Endgeräte oder Social Media – in Deutschland steigt die Zahl des online abgerufenen Filmmaterials. Dabei können die Kunden derzeit aus einem Pool von über 1400 unterschiedlichen Web-TV Angeboten schöpfen. Der BLM Web-TV-Monitor 2011 liefert weitere spannende Erkenntnisse …

 

Um Licht in den Dschungel Web-TV und seine Marktstrukturen zu bringen, hat die Berliner Strategieberatung Goldmedia, im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), den BLM Web-TV-Monitor 2011 erstellt. Für die Studie wurden alle deutschen Web-TV Anbieter zur Verbreitung und Nutzung von Web-TV befragt.

Längere Formate mit Wachstumsschub

Im Vergleich zum letzten Jahr, entsprechen 166 Millionen Abrufe einer Steigerung von guten zehn Prozent. Aufsummiert auf einen Monat ergeben sich so fünf Milliarden Abrufe. Am beliebtesten ist hier Youtube, das zwar nur drei Prozent des Angebots stellt, allerdings fast eine Nutzung von 90 Prozent erzeugt. Neben kurzen Clips, wächst vor allem auch das Verlangen nach gehaltvolleren Formaten. Spielfilme, Serien und TV-Sendungen verzeichnen über 240 Millionen Abrufe pro Monat. Im Vergleich zu 2010 bedeutet das ein Wachstum von satten 30 Prozent.

Mobiles Web-TV vor allem für Apple-User

Die mobile Nutzung von Web-TV ist ein kritischer Faktor. Auch wenn 2010 erst magere drei Prozent der Kunden ihre Videos auf diese Art und Weise sahen, erwarten die Anbieter bis 2013 immerhin 25 Prozent aller Abrufe in dieser Kategorie. Dementsprechend bereiten sich die Anbieter vor, viele befinden sich noch in Testphasen. Dabei konzentriert sich die Entwicklungsarbeit zu 90 Prozent auf die Plattform von Apple. Dem Google-Betriebssystem Android widmen sich dagegen 43 Prozent und Windows Mobile ist noch für 38 Prozent interessant.

Keine zentrale Vermarktung für Web-TV

Die Anteile von Smart-TV am Web-TV sind noch kaum messbar, allerdings erwarten die Anbieter bis 2013 einen Marktanteil von sechs Prozent. Laut Prognose spielen hier vermutlich vor allem die Mediatheken und Onlinevideotheken der TV-Sender eine Rolle. Wie ein Blick in die USA zeigt, ist in Deutschland vor allem das Fehlen eines plattformübergreifenden Content-Aggregators ein großer Hemmschuh. Ohne eine zentrale Anlaufstelle, die unkompliziert eine breite Palette von Optionen zur Verfügung stellt, ist der Endverbraucher wenig geneigt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Vermittlungsfunktion von Social Media

In 2010 wurden aufgrund von beispielsweise Facebook und Twitter fünf Prozent der Web-TV Abrufe generiert. In 2013 soll dieser Wert bereits 13 Prozent betragen, hinzu kommt noch Youtube. Bewertungen und Empfehlungen von Freunden und Bekannten sind ein wichtiges Element, das die Social Media Dienste selbst zunehmend erschließen.

Die Welt des Web-TV

Die meisten Angebote der Web-TV Anbieter erbringen mit 43 Prozent die Video- und Onlineportale der klassischen Medien. Die exklusiv für das Internet produzierenden Sender kommen auf 33 Prozent. Firmen-TV und Teleshopping erhalten neun Prozent. Nichtkommerzielle Web-TV Sender erzielen fünf Prozent. Media- und Videotheken erreichen insgesamt vier Prozent und Video-Sharing-Plattformen drei Prozent.

 

Besonders die Anzahl der reinen Internetsender hat zugenommen, aber auch die Angebote der klassischen Medien sind gestiegen. Weitere Impulse kommen auch vom Unternehmensfernsehen und nichtkommerziellen Angeboten.

Quelle: Goldmedia

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Update: 20. Oktober 2011

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