Video on Demand | Fernsehen auf Abruf

Anbieter für VoD in Deutschland in der Übersicht


Video auf Abruf - VoD
Video on Demand - kurz VoD - bedeutet nichts anderes, als dass SIE entscheiden können, was gerade im Fernsehen läuft. Sie sind Ihr eigener Programmchef! Filme, Dokus oder Serien stehen jederzeit zum Abruf bereit. Auf dem Markt existieren momentan in etwa vier nennenswerte Anbieter. Einige davon sind kürzlich erst aus den USA nach Deutschland gekommen – Stichwort „Netflix“. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie sich die Video on Demand Anbieter unterscheiden und wo jeweils die Stärken und Schwächen liegen.


Das Konzept von Video on Demand

Auf den Punkt gebracht, handelt es sich bei Video on Demand praktisch um ein Konzept, dass Filme bzw. Serien auf Abruf jederzeit bereitstellt. Gewählt wird der Wunschtitel dabei aus der „Onlinevideothek“ des jeweiligen Anbieters. Der Übertragungsweg ist derselbe, wie bei IPTV, nämlich das Internet. Entscheidet sich der Nutzer für einen Film, so wird dieser über den Breitband-Internetanschluss zum Kunden gestreamt. Für optimale Ergebnisse sollte Datenübertragungsraten von mindestens 6 MBit/s möglich sein, ideal sind dagegen mindestens 10 MBit/s. Für megascharfes „Ultra HD“, welches immer häufiger von ersten VoD-Diensten angeboten wird, sind hingegen 15-20 MBit die Untergrenze. Ein schneller VDSL- oder Kabel-Internetzugang bringt demnach Vorteile bei Stabilität und Bildqualität. Sollte Ihr jetziger Tarif nicht schnell genug sein, finden Sie hier passende Internettarife.


Tarifmodelle

Bei manchen VoD-Anbietern zahlen die Kunden einen monatlichen Pauschalpreis und können dann unbegrenzt alle Inhaltte sehen. Netflix sei hier als Beispiel genannt. Je nach Tarif, gibt es also Filme, Serien, Dokus zum Festpreis. Darüber hinaus gibt es allerdings auch Angebote, bei denen nur dann gezahlt wird, wenn man einen Titel gewählt wird. Dies empfiehlt sich insbesondere für Gelegenheitsnutzer. Bei Amazon Video hingegen setzt man auf ein „Mischmodell“. Prime-Kunden können eine Vielzahl an Inhalten kostenlos genießen (und das sind wirklich nicht wenige), andere wiederrum werden per View abgerechnet.


Die Vorteile von Video on Demand gegenüber der Videothek:

  • Im Gegensatz zu früher entfällt Fahrt in die Videothek -> Geld und Zeitersparnis
  • überall und jederzeit verfügbar (sofern schnelles Internet)
  • günstige Komplettpakete (Stichwort Amazon Video per "Prime")
  • meist exzellente Bilddualität bei genug Internetpower (> 10 MBit)
  • spontane Videoabende mit DEM Film möglich
  • Unabhängigkeit bezüglich Verfügbarkeit in der Videothek -> VoD-Filme sind permanent verfügbar
  • keine Wartezeiten, wie etwa bei einer klassischen Onlinevideothek

Nachteile Video on Demand

  • Internetzugang muss wenigstens 8-16 MBit leisten (auf dem Land mitunter ein Problem)
  • macht süchtig :-)


Kurzübersicht

Anbieter Preis Angebot HD-Qualität Auswahl ca. Flatrate zum Anbieter
Maxdome VoD 50.000 auf Wunsch » zu Maxdome
Netflix unbekannt ja » zu Netflix
Amazon Prime ~ 25.000 auf Wunsch » zu Amazon
Videobuster 50.000 nein » zu Videobuster
Telekom VoD 50000 nein » zu Videobuster
1und1 sowie Vodafone setzen aktuell auf Maxdome als Partner.



Maxdome Video on Demand

Angebot ca.: 50.000 Titel
Preis/Leistung:
Preisspanne-Einzelabruf:  0.49 € - 5.99 €
Qualität: bis UltaHD (4K)
Flat-Pakete ja
abspielbar für: 48 Stunden
am TV nutzbar: ja
am PC nutzbar: ja
via mobile Endgeräte ja
Filme kaufbar: ja

Maxdome ist unser eindeutiger Video-on-Demand Testsieger! Der Anbieter bezeichnet sich selbst als "größte deutsche Onlinevideothek". Zu Recht, denn über 50.000 Titel warten auf den Zuschauer. Soviel bietet bisher kein anderer VoD-Anbieter. Verfügbar sind, neben aktuellen Blockbustern, Kategorien zu: Serien, Comdey, Kids, Sport, Dokus, Musik und Erotik. Obendrein gibt es ausgewählte TV-Highlights u.a. von Pro7, Sat1, Kabel1. Bezahlt wird übrigens per Lastschrift oder Gutschein (falls vorhanden).

Das Angebot von Maxdome kann wahlweise per Einzelabruf (pay per view) oder im günstigen „madome Paket“ genutzt werden. Letzteres empfiehlt sich insbesondere für alle, die monatlich viele Titel abrufen. Das Paket kostet monatlich 7.99 Euro. Also in etwas soviel, wie 2 bis 3 Spielfilme oder 4 bis 7 Serien-Folgen. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht, das Abo ist monatlich kündbar.

Technik:

Die Qualität hängt maßgeblich von der Bandbreite Ihres Internetzugangs ab. Ein schneller DSL Anschluss ist Grundvoraussetzung. Ab einer Datenrate von ca. 3 MBit/s, ist eine akzeptable Bildqualität in SD möglich. In der höchsten Qualitätsstufe für HD wird, nach Angaben von maxdome, "annähernd DVD-Qualität erreicht". Dazu sollten mindestens 6000 KBit/s anliegen.

Endgeräte:

Die Ausgabe ist auf einer Vielzahl von Endgeräten möglich. Das ideale Medium stellt selbstverständlich der Fernseher dar. Die meisten modernen TV-Geräte von Samsung, Sony, LG, Panasonic, … , bieten den Zugriff auf Maxdome als vorinstallierte App. Darüber hinaus eignen sich viele Bluray-Player, Receiver und sogar Smartphones und Tablets. Eine Liste der unterstützten Geräte, finden Sie auf der Maxdome-Homepage. Seit einiger Zeit können Filme auf dem Smartphone oder Tablet sogar unterwegs und offline (ohne Internetverbindung) angesehen werden. Möglich macht das eine App, die beliebige Titel vorher zwischenspeichert, wenn ein WLAN-Zugang besteht...

Für Interessenten, die noch einen neuen DSL-Anschluss suchen, haben wir übrigens noch einen Spartipp!




Netflix Video on Demand

Angebot ca.: nicht bekannt
Preis/Leistung:
Preisspanne pro Monat 7.99 / 10.99 / 13.99 €
Qualität: bis UltaHD (4K)
Flat-Pakete nur
abspielbar für: beliebig, da Flat
am TV nutzbar: ja
am PC nutzbar: ja
via mobile Endgeräte ja
Filme kaufbar: nein

Netflix

Der amerikanische VoD-Anbieter Netflix ist seit September 2014 auch auf dem deutschen Markt vertreten. In den USA hat der Anbieter bereits mit einem Drittel der VoD-Nutzer eine breite Nutzerbasis und erfreut sich großer Beliebtheit. Diesen Erfolg möchte Netlfix gerne auch auf dem deutschen Markt. Ab 7,99 Euro monatlich können nun auch deutsche Nutzer in den Genuss der Netflix-Videothek kommen.

Auswahl

Für 7,99 Euro monatlich hat Netflix so einiges zu bieten. Hochwertige Eigenproduktionen, wie zum Beispiel die Serie "House of Cards", "Stranger Things" oder "The Killing", sind hier nur die Speerspitze des Angebots. Auch einschlägige Serien wie Breaking Bad, The Walking Dead oder Sons of Anarchy gehören im Grundpaket mit zu den verfügbaren Inhalten. Dabei kommen selbstverständlich auch Blockbuster nicht zu kurz. Die Aktualität könnte hier sicherlich ein wenig besser sein. Aber im Vergleich zu anderen Anbietern, wie Maxdome, kann sich Netflix mit großen Produktionen durchaus sehen lassen. Schöner Bonus: Deutsche Filme (Sonnenallee, Stromberg, Mord mit Aussicht) sind auf der deutschen Plattform ebenfalls mit dabei.

Technik

HD ist möglich – allerdings gegen einen Flatrate-Aufpreis. Genauso die Nutzung auf mehreren Endgeräten gleichzeitig. Mit 10,99 Euro ist man auch hier dabei. Wem das nicht reicht, sollte auf das größte Paketangebot zurückgreifen: Das Family-Paket, für 13,99 Euro, bietet bis zu vier Streams gleichzeitig sowie den Zugang zu Ultra-HD-Inhalten. Vorausgesetzt bei allen Paketen ist dabei natürlich immer eine gute Internetanbindung. Mit einer mindestens 16 MBit schnellen Leitung dürfte man, was Stabilität angeht, auf der sicheren Seite sein. Für Ultra-HD hingegen empfiehlt Netflix wenigstens 25 MBit.

Endgeräte

Hohe Verfügbarkeit und eine breite Anzahl an möglichen Endgeräten, zeichnen Netflix bereits zu Beginn des Markteintritts in Deutschland aus. Sämtliche aktuellen Smartphone Betriebssysteme (Android, iOs, Windows Phone), sowie Spielekonsolen à la Xbox oder Playstation werden unterstützt. Dazu kommen Google Chromecast, die Apple-TV-Box, Blue-Ray-Player von Sony oder Toshiba sowie Smart-TVs von Panasonic.

auch per IPTV

Netflix hat strategische Partnerschaften mit der Telekom und Vodafone geschlossen. Daher ist das Angebot auch für IPTV-Kunden direkt und ohne Umwege über Vodafone TV oder MagentaTV verfügbar.

Fazit

Alles in allem hat Netflix bereits zu Beginn einiges zu bieten. Mittlerweile gibt es sogar einen Offline-Modus für Kunden, welche den Dienst hauptsächlich auf mobilen Endgeräten schauen.




Amazon Video on Demand

Angebot ca.: ~ 25.000
Preis/Leistung:
Preisspanne-Einzelabruf: 0.49 - 5.99 oder via Flatrate
Qualität: bis UltaHD (4K)
Flat-Pakete ja, via Amazon Prime
abspielbar für: 48 Stunden
am TV nutzbar: ja
am PC nutzbar: ja
via mobile Endgeräte ja
Filme kaufbar: ja

Amazon Prime instant Video

Nach der Einstellung von Lovefilm im März 2014, ist das Angebot nur noch über Amazon verfügbar. Neben dem DVD-Verleih, erhalten Kunden über „Amazon Video“ Zugriff auf ein umfangreiches VoD-Angebot. Dieses bietet, ähnlich wie Maxdome, zwei Optionen. Einmal den Einzelabruf von Filmen und eine Art Flatrate. Nötig ist dafür nur eine Amazon Prime Mitgliedschaft. Wie gewohnt umfasst die Flat aber keine aktuellen Blockbuster, bietet dafür aber unbegrenztes Pop-Korn-Feeling für Serien, Filme und Dokus zum Festpreis.

Rund 25.000 Titel stehen so zur Auswahl. Wer die neusten Top-Titel sehen möchte, findet diese im Einzelabruf in einer Preisspanne von ca. 3 bis 5 Euro. Selbstverständlich auch in HD.

Amazon Prime: Ein echter Preishammer und Kampfangebot an die Branche, ist dagegen „Amazon Prime“. Der Service bot ursprünglich nur kostenlose „Über Nacht“-Lieferungen für Bücher & Co. Nun ist auch ein Großteil des Video-On-Demand-Angebotes sowie zahlreichen Eigenproduktionen mit inbegriffen. Amazon Prime gibts schon für 79 € im Jahr. Zudem genießt man noch die Vorteile schnellerer Lieferungen bei Amazon-Bestellungen.



Technik:

Amazon macht als einer der wenigen Anbieter recht konkrete Angaben zur Technik bezüglich Auflösung und Bitrate. HD-Filme werden entweder in 1280-720 (720p) oder in Full-HD mit 1920x1080 (1080p) gestreamt. Je nach Performance des Internetzugangs beim Kunden, kommen bei HD drei Qualitätsstufen zum Einsatz. HD1 mit 2000-300 Kilobit pro Sekunde, HD2 mit 4000-6000 Kbps und HD3 mit 10000-15000 Kbps. Letzteres ist praktisch Bluray-Niveau. Für Ultra-HD Titel sind mindestens 16 MBit vorgesehen. In Punkto Bildqualität rangiert Amazon daher unangefochtene auf Nummer 1. Für die höchste Stufe, sollte der Breitbandanschluss aber wenigstens 12-16 MBit leisten. Ideal wäre ein VDSL- oder ein schneller Kabel-Anschluss.

Endgeräte:

Amazon ist natürlich besonders daran interessiert, das Nutzer zum Abspielen der Filme auf die hauseigenen Geräte setzt. Ideal ist natürlich der Betrieb über den Fire TV Stick bzw. die Fire TV Box. Des Weiteren kann das Angebot auch am PC oder Tablet genutzt werden. Für die führenden TV-Hersteller und Smart-TVs, gibt es Apps, welche den Video-On-Demand-Dienst auch auf den Fernseher zaubern. Die Ausgabe ist zudem möglich auf iPhone & iPad und diversen Spielekonsolen.

Fazit:

Über Prime erhält man eine konkurrenzlos günstige VoD-Flat. Beim Einzelabruf gleicht der Preis in etwa dem Niveau von Maxdome. Wer einen superschnellen Internetzugang sein eigen nennt, bekommt zudem exzellente Bildqualität, teils auch Titel in Ultra-HD.



Videobuster: Video on Demand & Onlinevideothek in einem

Angebot ca.: > 50.000 Titel
Preis/Leistung:
Preisspanne pro Monat 0.99 € - 5.99 €
Qualität: bis UltaHD (4K)
Flat-Pakete nein
abspielbar für: 48 Stunden
am TV nutzbar: über den HDMI-Ausgang
am PC nutzbar: ja - Standard
via mobile Endgeräte ja
Filme kaufbar: ja

Auch Videobuster bietet mittlerweile eine exzellente Auswahl von über 50.000 Titeln.. Die Stärken von Videobuster liegen unserer Meinung nach vor allem aber im Bereich DVD-Verleih. Denn Videobuster setzt auf ein hybrides Modell aus Onlinevideothek und Video-on-Demand, ähnlich wie Amazon Video. Das Leihverfahren ist vergleichbar mit dem Ausleihen in der Videothek, nur das der Transport hin und zurück via Post erfolgt. Interessenten finden hier einen Test und Vergleich von Onlinevideotheken. Dieser Mehrwert gleicht zum Teil die geringere Titelzahl per "Demand" wieder aus. Sehr positiv viel uns dagegen die Möglichkeit auf, in einen Film 5 Minuten kostenlos "hinein zu schnuppern". So vermeidet man Fehlausgaben, weil man den Film vielleicht doch schon mal gesehen hat oder der Anfang doch nichts Gutes verheißt.

Bildqualität: 

Videobuster verweist als Minimal-Anforderung auf einen DSL-Anschluss mit einer effektiven Datenrate von 3000 Kbit/s (3 MBit). Titel in HD sind natürlich wahlweise verfügbar, kosten aber wie bei Maxdome auch einen Aufpreis von im Schnitt 1 Euro.

Ausgabe auf PC, Fernseher oder Smartphone:

Auch bei Videobuster wird standardmäßig der PC für Video-on-Demand genutzt. Die Ausgabe auf dem Fernseher kann z.B. über Googles Chromecast über per Nexus Player, Chromecast, Sony Android TV oder Apple TV erfolgen.





Was ist aus Watchever geworden?

Mit der harten Konkurrenz von Netflix und Amazon konnte sich Watchever anscheinend nicht lange am Markt halten. Auch unserer Meinung nach war das Angebot nicht unbedingt herausragend. Es fehlten einfach die entscheidenden Vorzüge gegenüber ähnlichen Anbietern. Die meisten Filme waren angestaubt, kaum neue Serien. Gerade da punkten Netflix und Amazon mit ihren Eigenproduktionen. Im Dezember 2016 war daher Schluss mit Watchever.


Passende Internet-Tarife

Sofern der eigene Internetanschluss nicht schnell genug ist, wird sich dies nicht nur durch schlechtere Qualität, sondern im schlimmsten Fall auch Aussetzern bemerkbar machen. Je nach Anbieter und Anforderung an die Bildqualität, sind bestimmte Mindestdatenraten erforderlich. In unserem Ratgeber zeigen wir, wer was benötigt und wie viel passende Internetflatrates kosten. Plus: Machen Sie den Speedcheck und prüfen, wie flott Ihr jetziger Tarif ist.


Video on Demand über den IPTV-Anbieter nutzen

Alle oben genannten Unternehmen bieten VoD für jedermann und weitestgehend unabhängig vom Endgerät oder der Art des Breitbandzugangs. Dafür ist allerdings eine Anmeldung nötig. IPTV-Kunden steht dagegen von Haus aus bereits der Zugang zu einer Onlinevideothek des IPTV-Anbieters offen. Entertainkunden der Telekom beispielsweise, haben über den IPTV-Receiver Zugriff auf Videoload mit über 50000 Titeln. Gleiches gilt für 1&1 TV Nutzer. Vodafone TV bietet ebenfalls ein VoD mit ca. 0 Inhalten.




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