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Von einem der auszog, den Großen das Fürchten zu lernen


Hulu
Was passiert, wenn Rivalen sich zusammen spannen, eine disruptive Technologie adaptieren und dann auf ihre jeweiligen Stärken besinnen? Die folgende Erfolgsstory des kostenlosen Online-TV Anbieters Hulu zeigt es auf.


Strippenzieher, Strategien und Macher

Es war einmal ein großer Medienkonzern namens NBC, der besorgt die Entwicklungen in der Medienlandschaft beobachtete. Auch der australische Medienmogul Rupert Murdoch mit seiner News Corporation legte die Stirn in Falten. So heckten sie gemeinsam einen Plan aus, um das Online Fernsehen auf eine neue Stufe zu bringen. Die noble Idee sah vor, den Menschen alle Premium Inhalte dieser Welt zur Verfügung zu stellen - wann, wo und wie sie es wollen.

Der Service sollte dabei von den Benutzern, Werbetreibenden und Inhalts-Eigentümern gleichermaßen geliebt werden – und natürlich auch dem eigenen Geldbeutel zuträglich sein. Damit, so die Strategie, wollten man einen Gegenpol zu der imperialen Online-Präsenz von Apple‘s iTunes-Store und Google‘s Youtube bilden.

“There's nothing more intoxicating than doing big, bold things.", nichts ist berauschender, als große und kühne Dinge zu tun. Dies verkündete der Mann im Chefsessel, CEO Jason Kilar, welcher mit obiger Aufgabe betraut wurde. Seine Sporen hat er sich bei Amazon und Disney abverdient und unterwegs noch einen MBA Abschluss aus der Kaderschmiede Harvard abgeholt.

Im März 2007 wurde das Hulu-Projekt gestartet, ein Jahr später verließ es den Betatest und stand wenige Jahre später, laut Nielsen Online, bereits an zweiter Stelle aller Online Video Streaming Dienste. Um fast 500% ist die Anzahl Streams innerhalb des Jahres 2009 explodiert! 2013 konnte sich Hulu auf Platz 8 der "Top US Video-Brands" hocharbeiten. Bis es dem Platzhirsch YouTube an den Kragen geht, ist allerdings eine Verzehnfachung der User-Views nötig.


Hulu ist der Platzhirsch im Online-TV Markt

Sie fragen sich, was Hulu so besonders macht? Hulu bietet eine unverschämt einfach zu bedienende Benutzeroberfläche, eine reiche Auswahl an legalen Inhalten in hoher Qualität sowie die Möglichkeit, diese auf anderen Plattformen weiter zu verwenden.

Hulu Screenshot


Der kalifornische Shooting Star aus Los Angeles lässt auch andere an der Goldgräberstimmung teilhaben. Bereits 2009 steuern rund 150 führende Unternehmen und Partner aus dem Medienumfeld ihre Inhalte in das Netzwerk bei, und auch die großen Filmstudios Metro-Goldwyn-Mayer und Universal sind mit von der Partie. Die Nutzer können dabei ihre Lieblingsvideos auch in sozialen Netzwerken wie MySpace, Facebook, Windows Live etc. publizieren. Damit positioniert sich Hulu prominent auf der Benutzeroberfläche der Konsumenten und dringt in deren sozialen Gemeinschaften vor.

Ein Füllhorn an Unterhaltung

Das Angebot an Inhalten birgt beachtliches Suchtpotential: Dr. House, Walking Death, Sleepy Hollow, Simpsons, Family Guy, Prison Break, American Dad, The Office oder Monk - oder die aktuellsten Serienhits. Zudem Klassiker, wie David Hasselhoff in Knight Rider, die starken Mannen vom A-Team und sogar Vampirjägerin Buffy sind zu empfangen.

Darüber hinaus gibt es jede Menge Reality-Shows im Angebot, und auch eine Auswahl an Spielfilmen lässt sich auf der Website in voller Länge anschauen. Ein grenzenloses Sortiment, so könnte man meinen.


Fast, denn abgesehen von einer Absichtserklärung und einem nicht näher kommentierten Versuchsballon im Januar 2009 in Europa, ist Hulu nur innerhalb der USA zu empfangen. Wobei, das muss ja nicht sein … mit etwas Geschick und diesem Link (pdf), können Sie auch in Deutschland echte amerikanische Feierabendkost genießen.

Wie Hulu Geld verdient und warum die Reise in die Karibik geht

In den USA findet ein Umdenken bei den Konsumenten statt. Anstelle beim illegalen Herunterladen von Raubkopien potentiell mit dem Sheriff in Konflikt zu geraten, nimmt der gesetzestreue Amerikaner lieber ein paar kurze Werbeunterbrechungen bei Hulu in Kauf. Diese sind mit 2 Minuten pro halbe Stunde massiv kürzer, als die rund 8 Minuten Werbesalven bei den herkömmlichen TV-Sendern.

Das Geschäftsmodell von Hulu basiert auf dem Verkauf dieser Werbeplätze. Im Gegensatz zum klassischen TV kann der Inhalt dabei komplett auf die Interessen des Benutzers abgestimmt werden - und somit statt nerv tötend außerordentlich hilfreich sein. Falls ich in die Ferien will, zeigt mir Hulu schon bald den besten Deal für eine Karibik Kreuzfahrt an – und dieser ist nur einen Mausklick entfernt! Der Anbieter wird sich die Hände reiben und gerne bereit sein, Hulu für diesen interessierten Kunden einen Batzen abzutreten.

Ein anständiger PC mit Breitband Internet – und Sie sind mit von der Partie

Um Hulu nutzen zu können gibt es keine außergewöhnlichen Anforderungen. Breitband-Internet Zugang, ein gängiger Browser mit aktiviertem JavaScript und Cookies sowie der Adobe Flash Player muss auf einem Microsoft Windows XP SP2, Microsoft Windows Vista, Macintosh OS X oder Linux Gerät installiert sein. Und wie bereits ausgeführt sollte sich dieses Gerät in den USA befinden - oder dies zumindest vorgaukeln, um den Zugang zu den Hulu-Inhalten zu erhalten.

Vorteile:

  • kostenlos, durch Werbeunterbrechungen finanziert
  • reichhaltiges Angebot an aktuellen Inhalten und Klassikern
  • sehr einfach zu bedienen
  • top Qualität
  • legal, Rechte liegen beim Anbieter
  • browserbasiert

Nachteile:

  • in Deutschland nur über „Umwege“ empfangbar
  • keine oder kaum deutschen Inhalte
  • mitunter kurze Werbeunterbrechungen, da werbefinanziert

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