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Okt 14 2010

 von: Marcel_Froebe

O2 wird wohl früher oder später einen eigenen IPTV-Service starten: Nach der Übernahme von HanseNet im Februar möchte der Kommunikationsriese nun auch einen Fuß ins IP-Fernsehgeschäft setzen. Oder besser gesagt: Man hat den Fuß durch die Übernahme schon drin. Was man daraus macht ist unklar – zum jetzigen Zeitpunkt sind noch viele Details offen.

Künftiger Dreikampf mit Telekom und Vodafone

O2 werde seinen Kunden laut René Schuster künftig auch Internetfernsehen bieten. Mit dem IPTV-Angebot von Alice sei man „die Nummer zwei auf dem Markt hinter der Deutschen Telekom“, so fasste der O2-Chef die Lage letzten Freitag in einem Interview mit der FTD optimistisch zusammen. Getreu dem Motto vom halbvollen Glas, denn bislang war Alice mit seinen 68.000 IPTV-Kunden auch der einzige Mitbewerber der Telekom. Diese hat allerdings mit 1,3 Millionen Kunden einen großen Vorsprung. Ob da die Zusammenlegung von O2 und Alice zu Deutschlands drittgrößtem Telekommunikationsanbieter hilft, ist ungewiss. Die Übernahme soll mit massiven Stellenstreichungen und Strukturveränderungen unter’m Strich natürlich Kosten sparen. Beim Fernsehen über DSL möchte man sich aber nicht lumpen lassen und kräftig investieren. Denn die Manager hoffen auf satte Zugewinne. Und immerhin: Die Abo-Entwicklung beim IP-Fernsehen schien in den letzten Monaten überraschend positiv.

„O2 wird eine neue Firma“

Der Großteil der Fragen ist aber noch unbeantwortet. Es scheint jedoch unwahrscheinlich, dass O2 mit einem komplett neuen Angebot in den Markt drängen wird. Vielmehr wird es auch nach dem 31.03. des kommenden Jahres nur ein Angebot von O2 und HanseNet geben, wie uns die Pressestelle mitteilte. Anders ausgedrückt: O2 führt das TV-Angebot vom ehemaligen Mitbewerber fort. Details dazu verlassen derweil kaum die Konzernzentrale. Man werde das Internetfernseh-Segment voranbringen – das sagt man gerne. Ob damit neue Abo- oder Preismodelle, eine neue Werbekampagne, die Hardware oder Übertragungstechnik gemeint ist, bleibt unklar. Die O2-Kunden könnten immerhin schon jetzt Online oder im O2-Shop die HanseNet-Services ordern. Bleibt also außer dem Namen vielleicht doch Alles beim Alten? Nein, zumindest in einer Beziehung nicht. Denn Alice muss gehen.

Tschüss Alice!

Die Zukunft der schönen Alice ist auf der anderen Seite nämlich wie in Stein gemeißelt. Sie „ist jetzt bei O2 zuhause“, liest man auf einem blauen Klebezettel, wenn man Alice-DSL.de ansteuert. Immerhin ist die deutsche Alice ja auch schon sechs Jahre alt, da darf man dann schon mal umziehen. Auch wenn wir die Gute danach nicht mehr so oft sehen dürften. Denn O2-Chef Schuster hat ihr eine Frist von zwei Jahren gegeben – bis dahin werden wir uns von der von Telecom Italia importierten Dame verabschieden müssen. Ob O2 die verbleibende Zeit nutzt, und sich noch etwas IPTV-Knowledge von Alice abschauen kann, weiß niemand. In ihrem Mutterland wird Alice übrigens von einem anderen Model verkörpert – Michelle Hunziker. Und das auch weiterhin.

Weiterführendes

» IPTV Anbieter Übersicht
» IPTV Verfügbarkeit prüfen

 

Quelle: Financial Times Deutschland, O2

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Update: 14. Oktober 2010

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2 Kommentare zu “O2 will IPTV voranbringen”

  1. Markus sagt:

    o2 will IPTV Schon seit 2008 Anbieten und ich glaube nicht das o2 IPTV in Zukunft anbieten wird. Endeder ihr gebt euch zufrieden oder wächselt zu Vodafone. Die bieten sogar HD Sender an.
    Ich sag immer, wer nicht will der hat schon und o2 ist selbst Schuld, wen die Kunden kündigen und den Anbieter wechseln.

  2. admin sagt:

    Da ist einiges an wahren Worten dabei :-)




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