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Jan 25 2010

 von: SL

Sie sind eine praktische Erfindung – die Mediatheken der deutschen Fernsehsender. Sollte man die Ausstrahlung einer Sendung verpasst haben, kann man diese mit hoher Wahrscheinlichkeit in der sendereigenen Mediathek noch sieben Tage nach Erstausstrahlung ansehen. Kein Wunder, dass solche Multimediangebote immer beliebter werden.

ARD/ZDF-Onlinestudie 2009

Die bundesweit repräsentative Onlinestudie der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten brachte ein klares Ergebnis hervor: Die Nachfrage nach Videos und Audios im Internet steigt weiter an. Immerhin 62 Prozent aller Internetnutzer rufen Videos, zum Beispiel über Videoportale oder Mediatheken, ab und schauen live oder zeitversetzt Fernsehsendungen im Internet. Im vorhergehenden Jahr 2008 waren es erst 55 Prozent. Ähnlich sieht die Entwicklung bei der Nutzung von Audiofiles aus. An der Erhebung, die im März/April 2009 durchgeführt wurde, nahmen 1806 Erwachsene in Deutschland teil. Eigenen Angaben zufolge hat sich die seit 1997 jährlich durchgeführte Studie als Messlatte für die Internet-Entwicklung in Deutschland etabliert.

Zeitunabhängige Nutzung

Der große Vorteil der Mediatheken ist, dass der Rezipient das Angebot zeitunabhängig vom aktuellen Programm nutzen kann. Ein wichtiger Aspekt, wie auch Dr. Helmut Reitze, Intendant des Hessischen Rundfunks und Vorsitzende der ARD/ZDF-Medienkommission, hervorhebt: „Unser Publikum nutzt – häufig Monate später – Audio- und Videobeiträge oder Sendungen, die wir online bereitstellen. Den Erwartungen der Nutzer, jederzeit und überall auf unsere Inhalte zugreifen zu können, kommen wir mit unseren Mediatheken entgegen. Durch die Mediatheken kann unser Publikum nicht nur verpasste Sendungen im Nachhinein im Internet ansehen oder anhören. Gleichzeitig können alle Bürgerinnen und Bürger über unsere in Qualität und Vielfalt einzigartigen Inhalte – für die sie bereits Gebühren bezahlt haben – an der Informations- und Wissensgesellschaft teilhaben.“

Neue Zielgruppen erreichbar

Die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland müssen sich oft mit dem Vorwurf befassen, dass ihr Programm nicht verschiedene Zielgruppen anspreche. Mit der Verbreitung über das Internet kann sich diese Tatsache aber ändern. ZDF-Intendant Markus Schächter, stellvertretender Vorsitzender der ARD/ZDF-Medienkommission, fasst das Ergebnis zusammen: „Rund ein Fünftel aller Internetnutzer sieht sich zeitversetzt Fernsehsendungen in Mediatheken an, und bei den 14- bis 29-Jährigen sind es bereits über ein Drittel. Allein mit unserer ZDFmediathek erzielen wir im ersten Quartal 2009 rund 14,5 Millionen Sichtungen monatlich und erreichen damit im Vergleich zum Fernsehen überwiegend jüngeres Publikum. Dies bestätigt noch einmal unsere Strategie über viele Ausspielwege möglichst alle Zielgruppen zu erreichen.“

 

Fazit: Medietheken sind schwer im kommen. Auch wir nutzten gerne die Möglichkeit, z.B. bei ARD und ZDF Sendungen zu sehen, die man verpasst hat oder zur Sendezeit nicht sehen wollte. Ganz oben auf der Liste die „Tagesschau“. Für alle Medietheken-Fans (oder die es werden wollen) haben wir eine Übersicht aller Sender und aller Mediatheken erstellt. Viel Spaß bei Mediatheken schauen!

Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudie

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Update: 25. Januar 2010

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