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Okt 25 2019

 von: Sarah_Klare

Fast jeder kennt sie und viele Deutsche nutzen sie bereits regelmäßig. Streamingdienste bieten sowohl aktuelle Serien als auch ein breites und vor allem individuelles Angebot an Filmen/Blockbustern. Teilweise auch Musik. Doch unter den bekannten und legalen Anbietern verstecken sich viele schwarze Schafe. Die Grenze zum illegalen Streaming ist dabei relativ klein und die gesetzliche Lage mittlerweile recht klar geregelt. Wir zeigen, welche Portale unbedenklich sind, wie man illegale Streamingdienste erkennt und was für Strafen drohen.

 

TV und Videos streamen

Rechtliche Twilight Zone

Lange Zeit galt aus rechtlichen Sicht das Streamen von Inhalten, auf illegalen Portalen als Grauzone. Damals war die herrschende Auffassung, dass ohne eine Speicherung und Weiterverbreitung keine Urheberrechtsverletzung vorliegt. Spätestens seit 2017 gilt dies nun nicht mehr. Denn der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in einem Urteil entschieden, dass auch das streamen von illegalen Filmen, Sportereignissen oder Serien rechtswidrig ist, also bestraft werden kann. Zuvor galt dies vor allem für das vorhalten, also hosten und Verbreiten. Viele Börsen, wie kino.to, boerse.to und diverse Nachfolger, wurden in den letzten Jahren von den Behörden ausgehoben und geschlossen.

 

Dem Verbraucher wird in erster Linie geraten, sich vor allem von Tauschbörsen fernzuhalten. Denn der dabei vollzogene Download und der gleichzeitige Upload der Inhalte erfolgt in den meisten Fällen ohne Nutzungsrechte und ist damit illegal. Generell ist es zu empfehlen von unseriös wirkenden Portalen Abstand zu nehmen.

Wie erkenne ich illegale Streams?

Das ist, wie schon angedeutet, teils gar nicht so einfach. Mittlerweile wirken auch die illegalen Anbieter äußerst professionell, sodass eine Unterscheidung auf dem ersten Blick sehr schwer fällt. Die Zugehörigkeit der Anbieter zu einem seriösen Unternehmen oder auch anerkannte Gütesiegel können ein Hinweis darauf sein, dass der Dienst legal ist. Darüber hinaus sollte man darauf achten, dass das Impressum vollständig einzusehen ist. Die Garantie hat man auch dann noch nicht.

 

Harte Indizien für nicht legale Dienste sind, dass man z.B. das eingesetzte Geoblocking umgehen muss. Also technische Schranken die sicher stellen sollen, dass die Streams nur für die Länder ausgeliefert werden können, für welche die Lizenzen bestimmt sind. Auch wenn aktuelle Serien, Filme oder Fussballspiele kostenlos verfügbar sind (die sonst wo anders bezahlt werden müssten), ist Obacht gefragt!

 

Sicherheit erhält man erst zu 100 Prozent, wenn man sich für einen bekannten Dienst entscheidet (siehe unten) und für diesen ein Abonnement abschließt. Oftmals hilft aber auch schon der gesunde Menschenverstand, denn Kinofilme lassen sich nicht auf legale Art und Weise schon kurz nach dem Kinostart streamen.

Welche Strafen sind möglich?

Recherchiert man, was in dem Falle passiert, dass man doch illegale Streaming-Anbieter nutzt und erwischt wird, steht die Frage nach den Konsequenzen. Dies variiert natürlich von Fall zu Fall. Aber in der Regel muss man mit einer Geldstrafe rechnen, die sich im Bereich von mehreren hundert Euro bewegen kann. Erwischt werden die meisten Nutzer übrigens, indem sie bei illegalen Anbietern Premiumdienste buchen, für die eine Kreditkarte nötig ist. Dann ist es im Fall der Schließung der Seiten durch Ermittler ein leichtes die Kunden zu ermitteln…

Abgemahnt! Was nun?

Wer bereits den unangenehmen Kontakt mit dem Gesetz hatte und einen illegalen Dienst genutzt hat, dem sei Folgendes geraten. Grundsätzlich sollte man die Abmahnung ernst nehmen. Will man eine Erklärung zu der betreffenden Mahnung abgeben, so lohnt es sich einen Anwalt einzuschalten. Die Abmahnung sind rechtlich meist sehr komplex, sodass ein Anwalt für Medien- und Urheberrecht zu konsultieren ist. Solange sollte man allerdings auch keine Zahlungen leisten, da es immer noch möglich sein kann, dass die Abmahnung eine Falle ist.

Welche Seiten bzw. Anbieter sind legal?

Hier kann man konstatieren, dass die populären Streaming-Marktführer selbstredend gänzlich rechtlich völlig unbedenklich sind und in vollem Umfang genutzt werden können. Hierzu zählen vor allem der Platzhirsch Netflix, Amazons Prime Video, Sky on Demand und Maxdome.

 

Neben den eben genannten Streaming-Videodiensten, gibt es aber auch noch Streaming TV Anbieter. Also solche, wo man reguläre TV-Sender via Internet empfängt. Auch diese sind natürlich legal. Hierzu zählt Zattoo, Magenta TV (App), Vodafone GigaTV Net (App), Waipu.TV und Rakuten TV.

 

TV legal am Tablet streamen

TV legal am Tablet streamen mit Magenta TV App

Weiterführendes

» legale Video on Demand Portale im Überblick


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Update: 25. Oktober 2019

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