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18. 03. 2010

Bei technischen Entwicklungen scheint es die Regel zu werden – die Technologie ist meist schneller als Markt und Konsumenten. So geschehen auch bei der digitalen Kabelübertragung. So sehr sich Kabelnetzbetreiber und Elektronikhersteller auch bemühen, immer noch schauen längst nicht alle TV-Zuschauer ihr Fernsehprogramm digital. Doch der derzeit verwendete Kabelstandard DVB-C ist längst überholt und Kabel Deutschland möchte den Nachfolger DVB-C2 jetzt auf dem Markt etablieren.

KDG rüstet Netze mit DVB-C2 aus

Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland möchte seine Netze auf den neuen digitalen Übertragungsstandard DVB-C2 umrüsten, wie Sprecher des Unternehmens auf der DVB-Messe in Lissabon verkündeten. Vorteile gegenüber dem bereits mehr als ein Jahrzehnt alten DVB-C Standard liegen laut KDG vor allem in der Kapazitätssteigerung. So lassen sich bei gleicher Qualität und Netzkapazität doppelt so viele Programme einspeisen. In einen 8-Megahertz-Kanal würden so etwa 12 HDTV-Programme passen.

Verwirrspiel: Wann kommen die passenden Endgeräte?

Bei der Einführung der entsprechenden Endgeräte – also Receiver -, schieben Netzbetreiber und Elektronikhersteller den Ball hin und her. KDG-Technik-Chef Christoph Schaaf verkündete, sein Unternehmen werde die für den Empfang benötigten Chipsätze in die Set-Top-Boxen einbauen, sobald diese von Herstellerseite verfügbar sind. Hersteller wiederum warten auf konkrete „Fahrpläne“ der Kabelnetzbetreiber, bevor die Entwicklung und Fertigung entsprechender Technologie vorangetrieben wird, schließlich sind die Entwickler auf einen entsprechend hohen späteren Absatz angewiesen um die Entwicklungskosten einzuspielen. Dazu Schaaf gegenüber dem Mediendienst „Digital Magazin“: „Hersteller von Unterhaltungselektronik sehen ein großes Marktpotential aber es ist eine echte Herausforderung”

9 europäische Kabelnetzbetreiber dabei

Bereits im September vergangenen Jahres verkündeten neun führende europäische Kabelnetzbetreiber ihre Unterstützung für den neuen Kabelstandard. Dies entspricht etwa 35 Millionen TV-Haushalten wie das Konsortium vermeldet. Auch die deutschen Anbieter Kabel Deutschland, Kabel BW und Unitymedia unterstützen die Entwicklung der zweiten Generation digitaler Videokabelübertragung. Peter Siebert, Direktor des DVB-Projekts, sieht großes Potential in der Weiterentwicklung: „Der neue Standard stellt die benötigte zusätzliche Kapazität für die Einführung neuer Arten von HDTV, Video-on-Demand und interaktiver TV-Dienste zur Verfügung.“

Weiterführendes

» IPTV Alternativen
» IPTV Anbieter Übersicht

Quelle: KDG, WHD Public Relations
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