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Jan 30 2010

 von: MaDi

Die Weltwirtschaftskrise war nicht nur eines der medial am meisten beachteten Themen, auch die Medienwirtschaft selbst war und ist betroffen. Besonders die auf Werbeeinnahmen angewiesenen Privatsender leiden seit Ende 2008 unter chronischem Einnahmenmangel. Erstaunlich daher eine kürzlich vorgelegte Studie der Europäischen Union: Europaweit wurden 2009 mehr Sender gestartet als eingestellt, besonders erfolgreich dabei das Internetfernsehen IPTV.

Zahlreiche Sender pleite, trotzdem viele Neustarts

Die Zahlen der Generaldirektion Kommunikation der Europäischen Union sprechen eine eindeutige Sprache, die Wirtschaftskrise und daraus resultierende Einnahmeausfälle haben ihre Opfer gefordert, insgesamt rund 220 Kanäle wurden europaweit 2009 eingestellt. Davon entfällt ein nicht unerheblicher Teil auf Spanien: 100 Lokalsender gingen dort aufgrund der Abschaltung des von der Prisa-Gruppe kontrollierten Fernsehnetzwerks Localia vom Netz. Zu den 120 größeren Senderpleiten zählt unter anderem der Rückzug der MTV-Gruppe aus den baltischen Staaten. Dem gegenüber stehen jedoch 245 Neustarts. Besonders Sport scheint dabei in der Gunst der europäischen Zuschauer hoch im Kurs zu stehen, 38 neue Kanäle dieses Segments starteten 2009. Dicht gefolgt von Sendern mit einem auf Kinder ausgerichteten Programm mit 17 Neustarts. Damit werden in Europa insgesamt 7200 Fernsehsender ausgestrahlt.

Kabel schrumpft, IPTV wächst

 

Die fortschreitende Digitalisierung scheint einigen Verbreitungswegen zuzusetzen, während andere profitieren. Verlierer sind die Kabelnetze. Ihre Zahl ging von 4203 in 2008 auf 4063 im vergangenen Jahr zurück. Die EU-Behörde verweist allerdings besonders im Blick auf Deutschland auf eine Konsolidierungsphase, also Zusammenschlüsse, welche unter anderem für die sinkenden Anbieterzahlen verantwortlich sind. Wachstumsmärkte sind vor allem Satellitenfernsehen und IPTV. Die Zahl der angebotenen Satellitenpakete stieg 2009 auf 60, Neun mehr als im Vorjahr. Beeindruckender sind die Wachstumszahlen im IPTV-Segment: Ende 2009 wurden europaweit 90 IPTV-Betreiber registriert, 22 mehr als 2008. In 13 europäischen Ländern haben sich mittlerweile vier oder mehr konkurrierende Betreiber etabliert, darunter Schweden, Frankreich und Dänemark.

Auch Handy-TV im Aufwind

Auch die Zahl der Anbieter, welche speziell für Mobilfunknetze produzieren ist gestiegen. Die Inhalte können hier per Handy entweder über UMTS oder DVB-H empfangen werden. Letzteres ist in Deutschland bis jetzt nur in der Erprobungsphase. Insgesamt 64 Anbieter (2008: 40) bieten derzeit Handy-TV. 114 Sender wurden gar eigens für das Mobilfernsehen gegründet, darunter Ableger bekannter Sender wie „RTLMobile“.

Weiterführendes

» Deutsche IPTV Anbieter
» IPTV Verfügbarkeit prüfen

Quelle: Europäische Kommission Generaldirektion Kommunikation

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Update: 30. Januar 2010

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