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04. 02. 2013

Eine Videothek war einmal ein Ort, der physisch aufgesucht werden musste, um Filme auszuleihen. Hinfahren, Film aussuchen, insofern noch nicht von jemand anderem weggeschnappt und dann rechtzeitig zurückbringen, damit keine Mahngebühren anfallen. Das Internet hat all diese Unannehmlichkeiten egalisiert. Und lockt die User in Massen zum Videokonsum.

 

Der BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) beobachtet* den steigenden Bezug von legalen Videoinhalten über das Netz. Mindestens jeder vierte Verbraucher nutzt Downloads oder den Kauf von Blurays und DVDs bei Händlern wie Amazon, um seinen Bedarf nach Filmen, Serien und Dokus zu befriedigen. 22 Millionen Online-Konsumenten entsprechen 41 Prozent der gesamten Internetnutzer in Deutschland. Weitere 3,5 Millionen Zuschauer rufen gebührenpflichtige Streams ab. Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des BITKOM, erklärt: „Streaming-Dienste werden aufgrund eines wachsenden Angebots und mobiler Breitbandanschlüsse immer beliebter. Zudem bieten immer mehr Fernseher entsprechende Services ab Werk.“

Onlinevideos in der Mitte der Gesellschaft angekommen

Erwartungsgemäß gehen Internetnutzer von 18 bis 29 Jahren besonders häufig online auf die Suche nach Videos (58 Prozent). Doch auch die Gruppe der 30- bis 49-Jährigen kennt sich mit Video-on-Demand (VoD) und Co. zu weiten Teilen aus (51 Prozent). Für Neugierige hat der BITKOM einige Kernpunkte zusammengefasst, die es beim Konsum von digitalen Videoinhalten zu beachten gilt: Welche Bildqualität ist gewünscht? Standard Auflösung oder High Definition? Bei HD kann selbstverständlich auch die Tonqualität besser sein. Es gilt ebenfalls abzuwägen, in welcher Sprachfassung der Film bezogen werden soll. Ein weiterer Haken ist bisweilen DRM (Digital Rights Management). Auf diese Weise gekennzeichnete Dateien können nur auf kompatiblen Endgeräten abgespielt werden.

Streams sind eine Frage der Bandbreite

Im Unterschied zu einer heruntergeladenen Datei, kommt es beim Stream auf einen schnellen Breitbandanschluss an. Da der Videoinhalt sofort startet und nicht erst, wie beim Download, wenn die Datei komplett ist, sollte die Übertragungsrate hoch sein. Der BITKOM empfiehlt für SD-Qualität mindestens 2,5 MBit/s, für HD Ready (720p) 6 MBit/s und für Full HD (1080p) 8 MBit/s. Eine Netzwerkverbindung per Kabel ist in der Lage, bei der Darstellung von hochaufgelösten Filmen, für zusätzliche Stabilität zu sorgen. Bei einer langsamen Internetverbindung können Datenträger zu Pauschalpreisen ausgeliehen werden. Auf dem Postweg kann dann das Filmmaterial regelmäßig ausgetauscht werden, wobei es in der Regel keine Überziehungsgebühren gibt.

 

*Im Auftrag des BITKOM hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.063 Internetnutzer ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Die Daten sind repräsentativ.
Quelle: BITKOM
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