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Mai 07 2010


Das Wirtschaftsberatungsunternehmen „goetzpartners“ hat eine neue, umfangreiche Studie zum Thema IPTV veröffentlicht. Darin geben die Experten Prognosen ab zur Etablierung von IPTV sowie Strategien zur Entwicklung rentabler Geschäftsmodelle.

Repräsentative Umfrage

Als Untersuchungsgegenstand diente eine repräsentative Umfrage in Deutschland. Befragt wurden dazu in einer Stichprobe 516 Konsumenten im Alter von 14 bis 69 Jahren. Der Untersuchungszeitraum lag zwischen September und Oktober 2009.

Rasante Änderungen in Nutzungsgewohnheiten

Eine der wohl wichtigsten Erkenntnisse der Untersuchung ist, dass sich die Annahme bestätigt, nach der sich die Nutzergewohnheiten im Zusammenhang mit dem Fernsehen ändern. Und zwar schneller als gedacht. Zeitversetztes Fernsehen (Timeshifting) und Programmsouveränität (Sendungen sehen, wann man will), spielen für die Verbraucher mittlerweile eine große Rolle. Fast 2/3 sprachen hohes Interesse für die Funktion des Timeshiftings aus.

 

Ein weiterer Trend bestätigt die Entwicklung, die sich gerade im Bereich des interaktiven und hybriden Fernsehens vollzieht. Techniken, wie IPTV, ermöglichen echte Interaktivität und Zusatzinfos beim Fernsehen dank Rückkanal. HBBTV wiederum liefert ebenfalls Zusatzinformationen auch auf „nicht-IPTV-Systemen“. Zusatzinformationen und vertiefende Inhalte per Video, Text und Bild zum laufenden TV-Programm, wecken bereits das Interesse der Verbraucher, so die Studie weiter. Immerhin 20 Prozent haben auch Interesse am schon tot geglaubten Handy-TV.

Zahlungsbereitschaft

Den Deutschen sagt man nach, nichts (neben GEZ) für Fernsehen zahlen zu wollen. Die Umfrage von „goetzpartners“ zeigt aber eine Zahlungsbereitschaft bei 50 Prozent der Befragten für Video-on-Demand-Angebote. Besonders wenn diese hochauflösend sind.

Strategien für Anbieter

Die Studie gibt in erster Linie Hinweise für IPTV-Anbieter. Nach Ansicht der Analysten, wird es nur eine geringe Zahl an Anbietern schaffen, sich im Markt zu etablieren. Entscheidend sei in Zukunft ein geschickter Mix aus verschiedenen Erlös- und Contentmodellen, gepaart mit viel Reichweite. Professionell produzierte Inhalte müssen mit „User generated contend“ gemixt werden. Bei den Erlösen spielen Paid-Contend-Modelle ebenso eine Rolle wie Werbefinanzierte. „IPTV-Anbieter, die sich lediglich auf eine einzige Umsatzquelle fokussieren, werden mittelfristig nicht wettbewerbsfähig sein. Stattdessen liegt die Zukunft in der strategisch sinnvollen Kombination verschiedener Geschäftsmodelle“, so Alexander Henschel (Managing Director) in der betreffenden Pressemitteilung des Unternehmens.

Offene und geschlossene Plattformen

„Goetzpartners“ unterscheidet in der Studie sehr schön sogenannte „offene“ und „geschlossene“ IPTV-Plattformen. Das liegt daran, dass beim Begriff „IPTV“ unterschiedliche Interpretationen möglich sind. „Offen“ und daher für jeden frei zugängliche IPTV-Angebote, sind z.B. WebTV-Sender, Youtube oder Zattoo. „Geschlossene“ IPTV-Angebote bezeichnen jene TV-Angebote der DSL-Anbieter. Also z.B. „Alice TV“ oder „Entertain“ von der Telekom. Noch sind beide Modelle getrennt. „Goetzpartners“ prognostiziert aber ab 2013 eine Konvergenz beider Plattformen, so dass die Grenzen mehr verschwimmen.

Prognosen der Nutzerzahlen

Aktuell beziffert die Studie die Nutzerzahlen für geschlossene IPTV-Angebote auf gut 1 Million Kunden. Für 2010 lautet die Prognose auf 1,5 Millionen, während es 2013 schon 2,5 Millionen sein sollen. Bei den offenen IPTV-Plattformen beträgt die Nutzerzahl heute schon knapp 15 Millionen. Bis 2013 gehen die Experten von einem Anstieg auf 27 Millionen aus. Das entspräche fast jedem zweiten Deutschen.

Weiterführendes

» IPTV Anbieter Übersicht
» IPTV Verfügbarkeit prüfen
» IPTV Receiver Ratgeber


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Update: 7. Mai 2010

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