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Jan 20 2017

 von: Redaktion IPTV-Anbieter.info

Diese Tage dürften einige Verbraucher Post von Vodafone erhalten. Dieser betreffe die „DVB-T Abschaltung“ und erfordere die „Umstellung auf moderne TV-Versorgung“. Der amtlich anmutende Brief ist dabei allerdings nur dreiste Werbung. Auch die Verbraucherschützer sind bereits alarmiert.

 

werbebrief

Hintergrund: DVB-T Abschaltung

Wahr ist: Spätestens im März ist in den meisten Regionen Deutschlands Schluss mit dem freien Antennen-TV „DVB-T“. An dessen Stelle rückt der Nachfolger „DVB-T2“, welcher mehrere Vorteile bietet. Das Basis-Angebot ist weiter kostenlos. Wer jedoch HD empfangen will, muss eine kleine Grundgebühr zahlen. Viele Unternehmen nutzen die Umstellung zur Umsatzankurbelung. Schließlich benötiget man für DVBT-2 ggf. neue Hardware und einige dürften zu Kabel-TV, IPTV oder Sattelit wechseln. Vodafone überspannt nun allerdings den Bogen etwas und verschickt fragwürdige Werbeschreiben.

 

Der Brief kam in unserem Fall in einem leicht orangen Umschlag und sticht deshalb schon aus der Masse hervor. Der Inhalt an sich erinnert vom Papier und der Aufmachung extrem an ein behördliches Schreiben. Verstärkt wird dieser Eindruck rechts oben durch ein Kästchen mit „Merkmale Vorgangsdaten“, dass sich an behördliche Briefe vom Design anlehnt. So taucht dort auch eine Kennzeichen Ziffer („Kennz SB“) mit „JB / Zi.13“. Dies soll anscheinend suggerieren, dass es sich um eine konkrete Fallnummer oder einen Bearbeiter mit festem Sitz (Zimmer) handelt. Auch der Betreff ist mit „BB TV-V“ klausuliert. Darunter eine kostenlose 0800 Rufnummer. Ganz oben im Briefkopf prankt eine Art Stempel, mit „Wiederholter Zustellversuch“ und einer Art Unterschrift. Dieses Merkmal, so scheint es, ist ebenfalls allen Schreiben zu eigen und stammt augenscheinlich nicht von der Post (diese hätte dazu den Brief ja öffnen müssen).

 

Der eigentliche Anschreibentext trägt den Titel „DVB-T-Abschaltung erfordert Umstellung auf moderne TV-Versorgung„. Im eigentlichen Text ist von einer „Abschaltung des analogen Fernsehdienstes DVB-T“ die Rede. Dies ist schon inhaltlich falsch, da es sich auch beim alten DVB-T um eine digitale Fernsehtechnik handelt(e). Das analog terrestrische TV ist schon vor Jahren eingestellt worden. Der Leser wird folgend weiter ‘aufgeklärt‘, dass er am Wohnort selbst aber glücklicher Weise eine „fortschrittliche Breitband-TV-Versorgung möglich ist“. Mit anderen Worten, Kabelfernsehen. Dann folgt in einer Tabelle ein wohl frei erfundener Regionalschlüssel samt der möglichen Leistungen, welche dem Kabel-TV Angebot von Vodafone entsprechen.

 

Die wohl eigentliche Krux ist die Aufforderung, sich „spätestens bis zum [Datum]“ telefonisch zu melden, wobei eine 0800 Nummer fett hervorgehoben wird. Viele dürften wohl spätestens jetzt verunsichert sein und gutgläubig die Nummer anrufen, wo gut geschultes Verkaufspersonal wartet …

 

Erst ganz unten im Kleingedruckten wird Tacheles geredet. Dort entpuppt sich der Brief als das was er ist – Werbung. Dort heißt es nämlich: „Wenn Sie keine Werbung von uns erhalten möchten …“ und eine Möglichkeit zum Wiederruf.

Nicht der einzige Vorfall …

Offensichtlich nicht die einzige Variante. Am 16.01. warnte die Verbraucherzentrale Sachsen von einer Postwurfsendung im Kartenstil (schwarz-rot-gold gefärbt) mit ähnlicher Masche. Auch erhielten wir persönlich vor Jahren schon häufiger ähnliche Schreiben, bis zum Widerruf. Die von uns erhaltene Variante in Leipzig ist, wie die Thüringische Landeszeitung berichtet, wohl auch in Erfurt unterwegs.

Was soll ich tun?

Nichts! Sollten Sie DVB-T nutzen, informieren Sie sich zunächst am besten hier in unserem Ratgeber sowie im Fachhandel zur Umstellung. Ein Wechsel zu Kabel, SAT oder IPTV kommt natürlich in Frage, will aber gut überlegt sein. Wer künftig keine Briefe derart bekommen will, empfehlen wir, Werbekontakten durch Vodafone zu widersprechen. Das geht auch online beim Anbieter hier in diesem Formular.

 

Noch besser schriftlich an:
Vodafone Kabel Deutschland GmbH
Kundenservice/Konzerndatenschutz 99116 Erfurt.
Geben Sie dabei Adresse, Namen an. Zudem dass Sie weder telefonisch, postalisch oder per Mail kontaktiert werden wollen (Angaben dann nötig).
Dann sollte Ruhe sein!


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Update: 20. Januar 2017

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