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31. 08. 2007

Sind wir Deutsche planlos im Kaufrausch nach HDTV Flachbildschirmen?! Steigenden Absatzzahlen bei hochauflösenden Flachbildschirmen, steht eine große Unkenntnis zum Thema HDTV gegenüber. Dies zeigt jedenfalls eine neue Studie.

 

Wachsende Absatzzahlen im Verkauf von HDTV-Flachbildschirmen, sollen dem Unternehmen Sharp mehr als 23 Milliarden Euro Umsatz bescheren. Das zumindest prognostiziert Sharp-Geschäftsführer Frank Bolten (Quelle: pcwelt). LCD Bildschirme erreichten tatsächlich eine 50% Steigerung gegenüber dem Vorjahr, was ungefähr 3.8 Millionen verkaufte HDTV Geräten entspricht.

 

Dieser enorme Wachstumsschub sei auf größere Fernsehdiagonalen, eine bessere Ausstattung, schärfere Bilder und sattere Farben zurückzuführen. Bei solch hohen Absatzzahlen kann man wohl davon ausgehen, dass der Verbraucher zumindest weiß, was HDTV eigentlich ist?! Zumal nach einer, vom Unternehmen Philips in Auftrag gegebenen Studie der MRI Heidelberg, 94% der befragten Verbraucher HDTV nutzen wollen, nachdem sie es zum ersten Mal gesehen haben.

 

Irrtum – so eine Studie von Pricewaterhouse Coopers (PwC) anlässlich der IFA 2007. Laut dieser Wirtschaftsprüfungs- und Beratergesellschaft konnten 53% mit dem Begriff HDTV gar nichts anfangen. 42% wussten, was dieser Begriff bedeutet, jedoch sehen diese vom Kauf eines HDTV Fernsehers ab. Als Grund dafür gaben 25% der Befragten an, sich überhaupt nicht für HDTV zu interessieren.

 

Wie ist also dieses Paradoxon zwischen den steigenden Absatzzahlen und den Studienergebnissen zu erklären? Der Verbraucher ist fasziniert von scharfen, hochauflösenden Bildern, sowie von satten Farben und großen Bildschirm-Diagonalen. „Dem Konsumenten fällt es zunehmend schwerer, die technologische Entwicklung zu überblicken …“, erläutert Werner Ballhaus, PwC-Leiter Technologie, Medien und Telekommunikation in einer Pressemitteilung. Das heißt, der Verbraucher ist beim Anblick von HDTV Sendungen fasziniert, wobei ihm daraufhin eine Kaufentscheidung leicht fällt. Steht das neue Gerät aber erst einmal im heimischen Wohnzimmer, wird der optische Genuss stark getrübt. Die Bilder sind unscharf und die Farben zumeist verwaschen.
Der Grund liegt darin, dass die TV-Anstalten ihre Sendungen oft noch(!) nicht im HDTV – Format ausstrahlen. Somit wird das analoge Bild auf dem Fernseher gestreckt und es treten die o.g. Darstellungsfehler auf. Der Kunde geht also beim Kauf des Gerätes davon aus, dass die Bilder „schärfer als die Realität“ (wie es im Pro7-Slang heißt) dargestellt werden. Dies ist aber nur der Fall, wenn Sendungen im HDTV-Format gesendet werden.

 

Laut der Studie von Pricewaterhouse Coopers, wünschten sich 16% der Befragten, dass mehr HDTV-Sendungen ausgestrahlt werden sollten. 28% hingegen waren mit dem bisherigen Angebot zufrieden.
Es zeigt sich also deutlich, dass der Konsument sich zumeist von Äußerlichkeiten bei der Kaufentscheidung für ein HDTV-Gerät beeinflussen lässt, ohne die zugrunde liegende Technologie zu verstehen. Der Kauf eines HDTV-Fernsehers lohnt nur, wenn die Anzahl der Sendungen, welche dieses Format unterstützen, steigen. Oder aber andere Quellen zur Verfügung stehen. Etwa DVDs mit HD-Filmen.

 

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