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Sep 26 2012

 von: FxS

Die Verhandlungen laufen. Der Schock über die verlorenen Übertragungsrechte der Bundesliga scheint mittlerweile verarbeitet. Die Deutsche Telekom und Sky Deutschland suchen gemeinsam nach einer Lösung zur Vermarktung des Ballsports.

 

Die Bundesliga hat schon vor ein paar Spieltagen wieder den Betrieb aufgenommen. Wie lange die Telekom und Sky schon hinter den Kulissen über die nächsten Spielzeiten verhandeln ist unklar. Eins ist jedoch sicher: „Wir führen Gespräche.“ bestätigte Sky kürzlich der FAZ. Noch läuft bei der Telekom alles nach Plan. LIGA total! ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Werbestrategie für den IPTV-Dienst Entertain. Für monatlich 14,95 Euro kann das Sport-Paket in SD gebucht werden, ab 19,95 gibt es HD-Qualität, bei einer jeweiligen Mindestvertragslaufzeit von zwölf Monaten. Grundlage hierfür ist eine Buchung von Entertain über 24 Monate (ab 39,95 Euro pro Monat).

Telekom: Bundesliga-Zuschauer strategisch wichtig

Zwar würden, laut Telekom, von den 1,8 Millionen Entertain-Kunden nur zehn Prozent (180 000) die Bundesliga hinzubuchen. Aber einmal sind diese zehn Prozent ein spürbarer Anteil an der Gesamtbilanz und außerdem reicht die Strahlkraft der Bundesliga über die Bestandskunden hinaus. Der Anspruch von Telekom-Chef René Obermann bis 2013 „Marktführer im deutschen Pay-TV“ zu werden, hängt daher auch von der Übertragung der Bundesliga ab. Auch die Vorgabe bis 2015 fünf Millionen deutsche IPTV-Kunden zu gewinnen, die in der Strategie „Verbessern – Verändern – Erneuern“ formuliert wurde, kann die Bundesliga-Konsumenten gut gebrauchen. Sollte der Anteil bei zehn Prozent bleiben und nicht noch steigen, würden dann immerhin 500 000 Zuschauer Entertain mit Fussball-Option nutzen.

Sky erholt sich wirtschaftlich – Bundesliga wichtig für schwarze Zahlen

Der Aktienkurs von Sky entwickelt sich indessen so positiv, dass für das Geschäftsjahr 2013, erstmals seit 2005, auf das Erreichen der Gewinnzone spekuliert wird. Mit 3,1 Abonnenten ist Sky der härteste Telekom-Konkurrent in Sachen Pay-TV. Die Interessen beider Seiten auszubalancieren, ist daher eine Herausforderung von einem diplomatischen Drahtseilakt. Im Raum stehen mehrere Lösungen: Von Pauschalpreisen für ein Durchschleusen von Sky-Bundesliga über Entertain, über die Einzelkundenabrechnung oder die Übertragung von Kundenkarteien. Der Endverbraucher merkt davon wenig. Wenn die neue Saison ins Haus steht, wird Bundesliga gebucht – wessen Name dabei auf dem Produkt steht, ist dabei erst einmal unerheblich. Insofern sollte den beiden Verhandlungspartnern eine möglichst schmerzfreie Einigung gewünscht werden, damit durch Unstimmigkeiten erzeugte Mehrkosten nicht von den Konsumenten abgefedert werden müssen.

Weiterführendes

» IPTV Anbieter Übersicht
» Telekom IPTV

Quellen: Deutsche Telekom, FAZ

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Update: 26. September 2012

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