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Jul 08 2017

 von: A-Reinhardt

Das französische Streaming-Portal Blackpills hebt sich durch sein provokantes Konzept von den Wettbewerbern ab. Wo andere Portale das Angebot an heiklen Themen, wie Sex, Drogen und Gewalt gering halten, setzt Blackpills explizit auf solche Inhalte. Die Video-Plattform ist nun in Deutschland gestartet und gewährt Zugriff auf 17 Serien, die sich an ein erwachsenes Publikum richten.

 

 

Blackpills: Streaming-Angebot für Millennials

Als Millennials, auch Generation Y genannt, werden junge Erwachsene bezeichnet. Je nach Auslegung umfasst der Begriff Personen mit einem Geburtsjahr zwischen 1980 und 2000. Blackpills hat als Zielgruppe die 18- bis 25- Jährigen auserkoren und möchte diesen Menschen ein Unterhaltungsprogramm bieten, das sie bei der Konkurrenz nur eingeschränkt vorfinden. Des Weiteren wird die Ausrichtung auf eine junge Zielgruppe aufgrund des Fokus auf mobile Plattformen ersichtlich. Derzeit, Stand Juli 2017, können die Inhalte von Blackpills ausschließlich über eine App für iOS- und Android-Mobilgeräte wiedergegeben werden.

Genres und Serien

Auf dem ersten Blick scheint es bei diesem Streaming-Service schlichtweg um Medienaufmerksamkeit durch direkte Provokation zu gehen, doch im Inneren steckt durchaus ein gesellschaftskritischer Kern. So werden unter anderem nicht nur aktuelle Geschehnisse in der Politik behandelt, sondern auch Themen angesprochen, die zum Nachdenken anregen. Etwa die Frage, in wie weit sich Sex für eine Machtstellung ausnutzen lässt. An der Genre-Vielfalt mangelt es ebenfalls nicht. Ob Action, Drama, Komödie, Science-Fiction, Erotik oder Animation, bei Blackpills dürfte so ziemlich jeder Geschmack bedient werden – sofern man mit der Kompromisslosigkeit der Inhalte klar kommt. Derzeit gibt es 17 Serien im Katalog, die eine Länge zwischen sechs und 15 Minuten pro Episode aufweisen. Dadurch wird die Handlung komprimiert und auf den Punkt gebracht. Nachfolgend listen wir für Sie die aktuell in Blackpills verfügbaren Serien auf:

 

  • 2016 You Got Trumped (Komödie)
  • 2017 Playground (Action)
  • 2017 Junior (Drama)
  • 2017 Skinford (Fantasy)
  • 2017 Duels (Action)
  • 2017 Tycoon (Thriller)
  • 2017 Pillow Talk (Komödie)
  • 2017 All Wrong (Komödie)
  • 2017 Ananas (Thriller)
  • 2017 Bart-Club (Thriller)
  • 2017 Twiz & Tuck (Dokumentation)
  • 2017 Virgin (Komödie)
  • 2017 eXposed (Drama)
  • 2017 Making A Scene (Komödie)
  • 2017 Icarus (Thriller)
  • 2017 Event Zero (Thriller)
  • 2017 Surrogate (Drama)
Fremdsprachenkenntnisse vorteilhaft

Um die unkonventionellen Mini-Serien konsumieren zu können, ist ein sicherer Umgang mit der englischen, spanischen oder französischen Sprache empfehlenswert, da eine deutsche Synchronisation fehlt. Abseits der Audioausgabe in Englisch, Französisch und Spanisch, können jedoch unterstützend Untertitel eingeblendet werden. Diese sind in folgenden Sprachen vorhanden:

 

  • Französisch
  • Englisch
  • Spanisch
  • Portugiesisch
  • Italienisch
  • Deutsch
  • Arabisch

 

Audio und Untertitel können jederzeit nach Belieben ausgewählt und kombiniert werden.

Prominente Mitwirkende

So manches Hollywood-Schwergewicht wirkt ebenfalls bei Blackpills mit. Etwa der Regisseur Bryan Singer, der sich unter anderem für die Umsetzung der X-Men-Filme verantwortlich zeichnet. Außerdem ist Schauspieler James Franco an Bord, der Ihnen womöglich durch Filme wie die Fantasy-Geschichte „Die fantastische Welt von Oz“ oder der bissigen Satire „The Interview“ ein Begriff ist. Auch der französische Regisseur, Produzent und Autor Luc Besson wird des Öfteren mit Blackpills in Verbindung gebracht. So wird bei der Serie „Playground“ der Hinweis „basierend auf einer Idee von Luc Besson“ eingeblendet. Das Dumme ist nur, dass er selbst nichts von dieser Kooperation weiß. Wie der Regisseur bekanntgab, befindet er sich derzeit in einem Rechtsstreit mit Blackpills. Er habe niemals eine Einverständniserklärung für die Produktion einer solchen Serie gegeben, noch dafür, seinen Namen in Verbindung mit besagter Show aufzulisten.

Wer steckt hinter Blackpills?

Das in Frankreich ansässige Unternehmen wurde im Juni 2016 mit der Erstellung seines eigenen YouTube-Kanals aktiv. Dort wurde im Oktober letzten Jahres dann die erste Staffel der hauseigenen Serie „Got You Trumped“ veröffentlicht. Eigentümer des Streaming-Dienstes sind Patrick Holzman und Daniel Marhely. Letzterer könnte Fans von Deezer ein Begriff sein. Marhely gründete zusammen mit Jonathan Benassaya im August 2007 das populäre Musikportal. Im März 2017 erfolgte der Pre-Launch der Streaming-Plattform Blackpills in den Vereinigten Staaten, im Heimatland Frankreich ist der Dienst ebenfalls seit einigen Monaten verfügbar. Im letzten Mai begann die Ausweitung auf fünfzehn weitere Länder in Nordamerika und Europa. In Deutschland wurde der Dienst Ende Juni eingeführt. Blackpills arbeitet zudem mit Mobilfunkbetreibern bezüglich Abonnements für den Streaming-Dienst zusammen.

Wie finanziert sich Blackpills?

Selbstredend möchte auch die französische Plattform Einnahmen generieren, derzeit erfolgt die Finanzierung über Werbung. Dieses Geschäftsmodell ermöglicht den Medienkonsum freilich nicht ohne Unterbrechung, was so manchen Anwender stören könnte. Dem wirkt Blackpills in naher Zukunft mit einer kostenpflichtigen Premium-Version entgegen. Möglicherweise holt der Konzern dabei kooperierende Netzbetreiber ins Boot. Offizielle Informationen zu Partnern und Preisen des kommenden Abo-Geschäftsmodell gibt es bislang allerdings nicht.

Jugendschutz

Für die Verwendung der Android-App von Blackpills wird ein Mindestalter von 16 Jahren (USK 16) vorausgesetzt. Nutzer eines iPhones oder iPads müssen hingegen das 17. Lebensjahr erreicht haben, um von der Applikation Gebrauch machen zu dürfen. Derzeit sind noch keine Beschwerden bezüglich des Inhalts der Blackpills-Plattform von Jugendschützern oder Verbraucherportalen bekannt.

 

Was Sie inhaltlich bei Blackpills erwartet, ob die Qualität stimmt und welchen Eindruck wir von der Videoplattform gewinnen konnten, lesen Sie hier im zweiten Teil unseres Specials.

 

Bilder/Screenshots im Artikel: © Blackpills.com

 


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Update: 8. Juli 2017

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