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21. 06. 2021

ARD und ZDR starten eine Streaming-Offensive und verknüpfen hierfür ihre Mediatheken. Die jeweiligen Inhalte sollen künftig in beiden Mediatheken abrufbar sein. Eine komplette Verschmelzung findet aber nicht statt.

Gemeinsamer Zugriff

ARD und ZDF legen die Inhalte ihrer Mediatheken zusammen. Mehr als 250.000 Sendungen und Beiträge sollen so in Zukunft über beide Plattformen abrufbar sein. Bisher war es so, dass bei der Suche nach ARD-Inhalten in der ZDF-Mediathek und umgekehrt jeweils ein Verweis und eine Weiterleitung auf die Inhalte der anderen Mediathek erfolgte. Dies wird in Zukunft entfallen.

 

„Unser Ziel ist wirklich alles verfügbar zu machen, das heißt, der volle Schatz an Inhalten, der ganze Kosmos soll erschlossen werden“, sagt Benjamin Fischer vom SWR und Leiter der Redaktion ARD Online in Mainz. Beim ZDF ist hingegen Eckart Gaddum für die Mediathek zuständig. Beide wollen nun zusammen auch einen gemeinsamen Empfehlungsalgorithmus installieren, der ebenfalls auf alle Inhalte zugreifen soll. „Wenn ich mich registriert habe bei ARD und ZDF, dann habe ich ein einheitliches Nutzerkonto“, erklärt Gaddum. „Dann kann der Algorithmus, wenn jemand bei uns sucht, problemlos auch Dokumentationen der ARD generieren – und umgekehrt.“ Eine Anmeldung ist aber weiterhin optional.

Keine komplette Zusammenlegung

Mit dieser „gemeinsamen“ Mediathek möchten sich die öffentlich-rechtlichen Sender besser im Kampf gegen Netflix und Co positionieren. „Ich glaube, dass uns das noch mal einen Punch gibt, dass uns das Power gibt, ganz sicher“, sagte der Vorsitzende der ARD, WDR-Intendant Tom Buhrow, bei der Vorstellung der Pläne in Mainz. Wenn „beide Welten“ nebeneinander stünden, also etwa Reihen wie der „Ku’damm“ vom ZDF neben „Babylon Berlin“ von der ARD, dann sei das „bei der globalen Konkurrenz ein riesen Plus“.

 

Es ist aber keine komplette Zusammenlegung, die immer mal wieder diskutiert wurde. Die einzelnen Apps bestehen weiterhin, man vernetzt nur die Inhalte. So bleiben die Eigenständigkeit und die Verantwortung beider Programmfamilien gewahrt.

 

Quelle: ARD / ZDF
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