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09. 02. 2017

Jeder kennt es. Man liegt abends im Hotel und würde gerne, wie gewohnt, seine Lieblingsserien bei Netflix, Amazon und Co. genießen. Doch die Dienste sind im Ausland leider nicht uneingeschränkt nutzbar. Dies soll sich ab sofort ändern.

Bisher gilt Geoblocking

Bisheriges Hindernis ist in Fachkreisen auch als Geoblocking bekannt. Sobald man sein Heimatland in Richtung Ausland verlässt, greift das Urheberrecht und der Zugriff auf die Inhalte wird verweigert. Diese Regelung soll nun abgeschafft werden, damit Kunden von Streaming-Diensten auch während der schönsten Zeit im Jahr ihre Lieblingsinhalte genießen können. Darauf haben sich Vertreter des Europaparlaments, der EU-Staaten und der EU-Kommission vergangenen Dienstag (07.02.17) geeinigt. Nach der mündlichen Einigung muss nun noch eine formelle Einigung erfolgen. Daher werden die neuen Regelungen wohl erst im kommenden Jahr 2018 in Kraft treten.

Freischaltung des heimischen Contents

Der Zugriff auf den Content für Reisen in Europa soll mit der neuen Regelung uneingeschränkt ermöglicht werden. Dabei wird als Grundlage das heimische Abonnement gewählt. Das bedeutet, alle Inhalte, welche im Heimatland des Abos verfügbar sind, werden auch im Ausland zur Verfügung stehen. Eine zeitliche Begrenzung gibt es dabei nicht. Die Begründung für die Aufhebung dieser Blockade liegt in dem zeitlich begrenzten Aufenthalt der Kunden im Ausland. Der Anbieter muss in diesem Fall keine erweiterten Urheberechte erlangen. Für die Streaming-Anbieter ist dies eine gute Nachricht, um ihre Kundenzufriedenheit zu steigern.

Auch öffentlich-rechtliche Sender?

Hier muss man eine klare Trennlinie ziehen. Für öffentlich-rechtliche Sender gilt diese Problematik nicht. Ausschließlich für Bezahldienste wird diese Regelung greifen. Sender im Inland können frei entscheiden, ob Inhalte auch in anderen EU-Staaten zur Verfügung gestellt werden. Gänzlich konnte die Blockade jedoch nicht gelöst werden. Es besteht weiterhin die Gefahr, dass bei einer fehlenden Verfügbarkeit eines Streamingdienstes im eigenen Land, auch nach der Lockerung kein Zugriff erfolgen kann. Dies ist vor allem für die Verbraucher ärgerlich.

Weiterführendes

» Video-on-Demand Anbieter

 

Quelle: EU-Kommission
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