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Jul 01 2013

 von: Sarah_Klare

Die Frage ob erneut Frequenzen der Fernsehverbreitung für das mobile Internet freigebenen werden sollen, löst unter den Marktteilnehmern harsche Diskussionen aus. ARD und ZDF haben jetzt eine offizielle Erklärung abgegeben.

Analoge Antennensignale bereits versteigert

Das Spektrum zur Verbeitung digitaler Signale ist beschränkt und mit Rundfunk- und Mobilfunkanbietern gibt es zwei zwei Frequenzhungrige Anbieter, die sich die raren Verbreitungswege teilen müssen. Bereits im Frühjahr 2010 hat der Rundfunk schon einmal das Nachsehen gehabt, als mit der Digitalen Dividende die Frequenzen für die Übertragung des analogen Antennensignals für den Mobilfunk versteigert wurden. Damals wurde die Voraussetzung für den LTE-Ausbau geschaffen.

Digitale Dividende II

Seit der Weltfunkkonferenz WRC-12 im vergangenen Jahr steht nun die Frage im Raum ob nicht auch das 700 Mhz-Band für den Mobilfunk frei gegeben werden sollte. Die ARD hat zu dieser Idee eine ganz klare Meinung. Sie spricht sich eindeutig dagegen aus weitere Fernsehfrequenzen an den Mobilfunk abzutreten. Denn damit würde zwangsläufig neben dem analogen auch noch das digitale Antennenfernsehen aussterben und das wiederspräche ganz klar der Philosophie der Überall-Erreichbarkeit der öffentlich-rechtlichen Programme. ARD und ZDF erkennen durchaus die Vorteile des mobilen Internets, auch als Übertragungsweg für die eigenen Programme an, wie Dr. Michael Rombach, der Vorsitzende der Produktions- und Technikkommission von ARD und ZDF erklärt. „Aber das Internet kann die Fernsehversorgung über DVB-T nicht ersetzen. Beide Verbreitungswege sind keine Gegensätze“, so Rombach.

Gemeinsame Lösung?

Ziel der ARD ist es nun den Dialog zwischen allen Marktteilnehmern zu intensivieren und damit gemeinsame Pfade zu finden, wie das knappe Frequenzspektrum zum Vorteil aller genutzt werden kann. Auch die Politik beschäftigt sich aktiv mit dem Thema. Der Arbeitskreis „Mobile Media 2020“ der gemeinsam von Bund und Ländern betrieben wird, soll ein Szenario entwickeln, wie die Frequenzen zukünftig verteilt werden könnten. Langfristiges Ziel soll es sein, ein ausgewogenes und stabiles System zu etablieren. Die kurzfristige Umwidmung von Fernsehfrequenzen würde diesem Ziel eher entgegen laufen, so die Meinung der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten.

 

Quelle: ARD

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