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06. 02. 2020

Der Streamingmarkt wird immer bunter. Mehr und mehr Marken steigen in den Markt ein und buhlen um Kunden. Demnächst wird auch Disney+ in Deutschland an den Start gehen und die Deutschen sind vorbereitet. Laut einer Umfrage hat Disney+ gute Chancen, hierzulande Fuß zu fassen.

 

Disney+

Disney+-Start in Deutschland verspricht gut anzulaufen

Immer mehr Film- und Fernsehplattformen drängen mit eigenen Streamingportalen auf den Markt und wollen Kunden gewinnen. Im März 2020 wird Disney+ in Deutschland starten und erhofft sich natürlich gute Chancen bei der deutschen Bevölkerung. Und die Deutschen sind vorbereitet. Laut einer Umfrage der Video-on-Demand-Analyseplattform VoD-Ratings der Forschungs- und Beratungsgruppe Goldmedia, haben 3,7 Millionen Streamingfans in Deutschland vor, den neuen Dienst Disney+ zu nutzen. Das könnte auch der Beginn einer großen Nutzerwanderung werden, was anderen Plattformen vielleicht nicht ganz so behagen dürfte. Der Grund der Wanderung liegt im Bezahlwillen der User, die hierzulande durchschnittlich nur zwei VoD-Dienste nutzen und dafür nur 20 Euro pro Monat ausgeben wollen.

Ergebnisse der Umfrage vor dem Start von Disney+ in Deutschland

Schon im letzten Jahr kündigte Disney den Start seines Streamingdienstes Disney+ auch in Deutschland und Europa an. Nun wurde er sogar um eine Woche vorgezogen. Das weckte innerhalb der Bevölkerung großes Interesse. 54 Prozent der VoD-Nutzer haben angegeben, dass sie schon von dem neuen Angebot gehört haben, 34 Prozent haben vor, Disney+ direkt ab dem Start auch zu nutzen. Das Portfolio von Disney+ lockt da sehr.

 


© Goldmedia, Disney+ Bekanntheit und Interesse

Wird Netflix durch den Start von Disney+ zum Verlierer?

Es sieht eher nicht danach aus, als würde Platzhirsch Netflix im Wettbewerb um Nutzer den Kürzeren ziehen, wenn Disney Plus in Deutschland verfügbar sein wird. Nur ein Drittel der jetzigen VoD-Nutzer gaben an, einen anderen Dienst zugunsten von Disney zu kündigen. Von denen allerdings sind es nur wenige Netflix-User, 6 Prozent. Viel mehr gerät Sky Ticket ins Visier der VoD-Fans. 15,8 Prozent der Sky-Nutzer würden zu Disney+ abwandern und ihr Sky-Abo dafür kündigen. Da ist die geplante Integration von Disney+ auf der Plattform Sky Q vielleicht eine gute Maßnahme, um hier Verluste abzuschwächen.

Anbieter-Hopping beim Streaming wird wahrscheinlich

Ist die Auswahl auf dem VoD-Markt größer, heißt das nicht, dass jeder zu gleichen Teilen ein Stück von dem Kuchen abbekommen wird, denn die Nutzer müssen die Dienste ja auch bezahlen. Und bei der Zahlungsbereitschaft sind gerade die Deutschen rigoros. Die meisten Zuschauer wollen nicht mehr als zwei Dienste abonnieren. Durchschnittlich sind sie bereit, dafür 20 Euro und 50 Cent pro Monat auszugeben. Die meisten Zuschauer verorten sich sogar nur bei 6 bis 10 Euro monatlichen Ausgaben für Streaming-Dienste.

 


© Goldmedia, VoD Zahlungsbereitschaft

 

Wenn also nicht mehr Geld in mehr Dienste gleichzeitig fließt, wie wird sich das Nutzerverhalten dann voraussichtlich in den nächsten Jahren ändern? Die Antwort lautet Stream Hopping. Etwa die Hälfte der befragten VoD-Abonnenten gibt an, dass sie wohl in der Zukunft die Anbieter häufiger wechseln werden. Ausschlaggebend für einen Wechsel wird mehr und mehr qualitativ hochwertiger Content sein. Zudem dürfte auch das Password-Sharing weiter in den Vordergrund rücken. 19,6 Prozent der Befragten wollen in der Zukunft davon Gebrauch machen.

 

Nur 13 Prozent gaben an, dass sie für einen weiteren Streaminganbieter noch zusätzlich zahlen würden, vorausgesetzt, dort gäbe es zumindest einige ihrer wichtigen Lieblingsinhalte zu sehen. Da die Geldbeutel der Deutschen, und wahrscheinlich nicht nur die, nicht unendlich weit offen sind, werden zukünftig wohl auch werbefinanzierte Plattformen bzw. Tarife eine Chance bekommen. Illegales Streaming ist bei der Mehrheit kein Thema. Nur 6,4 Prozent gaben an, dass sie wahrscheinlich wieder häufiger illegal schauen werden, um Kosten zu sparen. Dabei ist die Gruppe altersgespalten, da diese Alternative viel häufiger von jungen Menschen genannt wurde.

 

Quelle: Goldmedia
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