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Aug 27 2014

 von: hjv

Die Bundesregierung will den Umstieg des terrestrischen Fernsehens auf DVB-T2 stark verkürzen. Um trotzdem auf die neue Technik vorbereitet zu sein, starten TV-Veranstalter und Sender bereits im Herbst einen Pilotversuch in Berlin.

Pilotversuch angekündigt

Schon in wenigen Wochen soll ein Pilotversuch für den terrestrischen Rundfunkstandard DVB-T2 in Deutschland starten. Dafür will Media Broadcast im Großraum Berlin einen Testlauf für den DVB-T-Nachfolger starten, um die Grundlage für den zeitnahen Umstieg auf den neuen und effektiveren Standard zu schaffen. Die komplette Systemkette für die Ausstrahlung von TV-Signalen über DVB-T2 soll dabei getestet werden, um geebnete Parameter für die Übertragungen zu finden und Geräteherstellern die Möglichkeit für Produkttests geben. Der Pilotversuch soll unter Beteiligung der öffentlich-rechtlichen und privaten Senderveranstalter vom Herbst 2014 bis zum Sommer 2016 stattfinden.

Zeit für Umstieg fällt weg

Für die TV-Veranstalter wird es im Hinblick auf die terrestrische Übertragung immer hektischer. Ursprünglich war ein schrittweiser Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 geplant, der im Zeitraum 2016 bis 2020 erfolgen sollte. Im Rahmen der Digitalen Dividende II wollen Bundesregierung und Bundesnetzagentur den Wechsel jedoch extrem verkürzen, um die so frei werdenden Frequenzen neu an den Mobilfunk zu versteigern. Wie genau ein verkürzter Umstieg aussehen wird, ist derzeit noch offen. Fest steht jedoch, dass es die Zeit für ausführliche Testläufe vor dem kommerziellen Start der neuen Technik enorm verkürzt. Der Umstieg wird zudem auch für die Zuschauer unkomfortabler, denn sie bekommen ein kleineres Zeitfenster als ursprünglich geplant für die Anschaffung neuer Empfangsgeräte durch den Umstieg.

Vorteile von DVB-T2

Mit dem neuen Standard DVB-T2 wird es möglich sein, mehr Sender als bisher pro Sendeblock zu übertragen. Zudem soll erstmals auch die kommerzielle Ausstrahlung von HD-Sendern über den terrestrischen Weg möglich werden. Während über den Umstieg auf DVB-T2 bereits zusätzliche Kapazitäten frei werden, könnten mit dem Wechsel auf einen besseren Videokompressionsstandard zusätzlich Luft auf den terrestrischen Frequenzen geschaffen werden. Dazu testet Media Broadcast im angekündigten Pilotversuch auch den Einsatz von HEVC (auch bekannt als H.265), der als Nachfolger des aktuell verwendeten Codecs H.264 noch einmal bis zur Hälfte der Datenraten einsparen soll.

 

Quelle: Media Broadcast

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Update: 27. August 2014

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