IPTV Empfang

Ratgeber zum TV-Empfang per Breitband via IP


In Deutschland gibt es insgesamt vier TV-Empfangswege. Zu nennen sind hier Kabel, Satellit, DVB-T und letztendlich auch per über Breitband-Datennetze - das sogenannte IPTV oder auch IP-Fernsehen genannt.

Doch wie empfängt man diese relativ neue Form und was ist dafür unbedingt nötig? Solche und weitere Fragen bietet Ihnen der folgende kleine Einstiegsratgeber.

Welche Sender kann ich mit IPTV empfangen?

Gemessen an der Programmauswahl, steht IPTV praktisch in nichts mehr dem Kabel- oder Satellitenfernsehen nach. Ganz im Gegenteil, besonders in Punkto HD-Empfang. Die Deutsche Telekom bietet praktisch schon fast alle verfügbaren HD-Sender. Je nach Paket und Zubuchoption aktuell 20 freie HD-Kanäle und über 85 weitere optional. Neben diversen Sparten- und Sprachsendern, kann auch das komplette Sky-Angebot bezogen werden. Alle Details zur Sendervielfalt bei IPTV erfahren Sie hier.

Welche IPTV-Anbieter gibts noch?

Die Telekom (MagentaTV) ist natürlich nicht die einzige Möglichkeit. Der Empfang ist auch möglich über 1und1 Digital TV und Vodafone GigaTV. Dabei unterscheiden sich die Angebote vor allem im Umfang hinsichtlich Sendern und Zubuchoptionen (Bundesliga, Netflix etc.).

Welche Geräte braucht man für den Empfang von IPTV?

Eigentlich nur einen passenden IPTV-Receiver, welchen man bei Bestellung vom Provider direkt mit erhält. Während moderne TV-Geräte heute meist schon Receiver für Kabel, DVB-T und SAT implementiert haben, gestaltet sich bei IPTV die Sache noch etwas schwieriger. Das liegt vor allem auch daran, dass es bisher keinen echten IPTV-Standard gibt und jeder Anbieter ein proprietäres System vorhält. Also eine Oberfläche welche es erlaubt Sender zu wechseln, Aufnahmen vorzunehmen oder einen Film in der Onlinevideothek abzurufen - eben den kompletten Funktionsumfang.

Mehr obligatorische Geräte gibt es nicht. Einen Router hat ja ohnehin jeder Breitbandkunde. Dieser muss jedoch IPTV-fähig sein, sonst ist kein Empfang möglich. Letzteres gewähren allerdings praktisch alle neueren Modelle heute. Tipp: Wer in mehreren Zimmern IPTV empfangen möchte, statt nur in einem, muss für eine angemessene Verteilung sorgen. Am günstigsten, jedoch auch aufwendigsten per LAN-Kabel oder kabellos per WLAN. Bewährt für diese Aufgabe haben sich zudem sogenannte DLAN-Systeme. Dabei erfolgt die Datenübertragung im Haus über die Stromleitung.

IPTV Receiver von der Telekom

Welche Anforderungen zum Empfang gibt es an den Breitbandanschluss?

Weit größere Hürden bereitet nach wie vor der Status quo der Qualität des örtlichen Breitbandnetzes. Denn immer noch gelten viele Orte in Deutschland als unzureichend, gar nicht oder schlecht mit Highspeed-Internet erschlossen. Für den Empfang von IPTV gelten relativ hohe Anforderungen, die allerdings von Provider zu Provider anders definiert sind. Bei Vodafone markieren 10 MBit die unterste Grenze. Bei der Telekom gilt DSL mit 16 Mbit als Barriere, 1und1 will sogar VDSL - letzteres ist nämlich (neben Glasfaser) geradezu ideal für die Versorgung mit IPTV. Hierrüber können Datenraten von 50-250 MBit pro Sekunde erzielt werden. Nur leider sind noch nicht einmal Prozent aller Haushalte mit solchen Zugängen erschlossen. Bis 2020 könnten es vielleicht um die 90 Prozent werden, was aber für einen nahezu flächendeckenden IPTV-Empfang optimal wäre …

Wie ist die Empfangsqualität bei IPTV?

Vorausgesetzt der Internetanschluss bietet genug Geschwindigkeit (ab ca. 16 MBit), ist die Bildqualität vergleichbar mit Kabel und SAT. Hier gibt es praktisch keine Nachteile. Im Gegenteil: Vor ein paar Jahren bescheinigte die Stiftung Warentest sogar IPTV eine bessere Bildqualität. » mehr dazu hier

„Empfang“ oder eher „Bezug“?!

Zu guter Letzt wollen wir uns noch kurz mit dem eigentlich nicht ganz zutreffenden Terminus des „Empfangs“ bei IPTV beschäftigen. Das Wort stammt noch aus der Anfangszeit des Fernsehens, als es nur einen Verbreitungsweg gab, nämlich die Atmosphäre. Per Funk erreichten die Tagesschau dann die TV-Haushalte. Heut überwiegen jedoch kabelgebundene, digitale Übertragungsformen, zumindest wenn man von Satellitenfernsehen absieht. Und auch beim IPTV gelangen die Datenpakte, wie schon angedeutet, über Highspeed-Internetleitungen zum Kunden. Umgangssprachlich wird man daher auch Jahre noch weiter von Empfang reden.



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