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Codecs und Übertragungsstandards für HDTV



MPEG

MPEG ist allgemein zunächst ein Standard zur Audio und Videokompression. Die Codecs zur Videokompression werden mit MPEG-x gekennzeichnet. MPEG-1, entwickelt in den 80ern, wurde 1994 von dem verbesserten MPEG-2 fast abgelöst.

MPEG-2 wird heute noch zur Kompression der Videodaten auf DVD´s und zur Übertragung von Digial-TV, wie auch DVB-T, genutzt. Obwohl 1998 schon der MPEG-4 Codec verabschiedet wurde, welcher wesentlich bessere Kompressionsergebnisse liefert, fängt dieser gerade erst an sich durchzusetzen.
Bei Blueray-Discs (Nachfolger der DVD bis ca. 10x mehr Speicherplatz) ist die Verwendung indirekt vorgesehen. (siehe H.264)





H.264

Dieser Codec ist mit MPEG technisch vergleichbar und ist als Erweiterung von MPEG-4 zu verstehen. Er wurde von der "Videocoding Experts Group" entwickelt - unter dem Kürzel H.26L. Aufgrund der hervorragenden Kompressionseigenschaften, entwickelte die MPEG-Entwicklergruppe gemeinsam mit der ITU (International Telecommunication Union) den Codec zu einem Standard weiter.
Ergebnis war 2003 der H.263-Codec.Daher wird im Zusammenhang mit Videokompression auch vom MPEG-4/AVC - Codec gesprochen, wenn es um H.264 geht. (AVC - Advanced Video Encoding).

Es existiert noch eine andere Abkürzung - MPEG-4/APS - gemeint sind Divx und XviD Derivate. Divx ging in der ersten Version aus einem gehackten MPEG-4-Codec von Microsoft hervor. Daher die Verwandtschaft.

Besonders wichtig und herausragend für Einsatzgebiete, wie HDTV, Blue-Ray und IPTV, sind die guten Kompressionseigenschaften. Bei gleicher Qualität wird nur ca. 1/3 des ursprünglichen Datenvolumens benötigt, im Vergleich zu MPEG-2 und ca. 1/2 zu MPEG-4.

Nachteil: Die Rechenleistung steigt. Ein leistungsfähige Rechner (mind. Pentium 4) oder entsprechende Chips in Endgeräten sind notwendig und entsprechend teuer. Aktuelle Desktop-PCs verfügen jedoch meist schon über mehrere Prozessorkerne und reichlich Rechenpower und sind somit uneingeschränkt in der Lage ein 1080i Videosignal zu encodieren und darzustellen.


DIVX

Bei DivX handelt es sich um einen Codec, welcher hervorragende Komprimierungsergebnisse erzielt. Ein handelsüblicher DVD-Film nimmt zwischen 4 und 9 GB (Gigabyte) ein. Ohne merkliche Qualitätsverluste mit DivX encodiert, passt der Film im Idealfall auf eine CD-ROM (0,7 GB). Entwickelt wird der Codec von der DivX Inc. Die meisten modernen Abspielgeräte unterstützen Divx. DVD-Player, Ipods, Handys, HD-Recorder. Die Liste ist mittlerweile lang. Besonders für portable Geräte stellt die Speicherplatzersparnis einen großen Vorteil dar - denn Speicherchips sind teuer.





DVB-S2 Standard

Um die Verwirrung beim Verbraucher zu vervollständigen, gibt es noch eine relevante Abkürzung im Zusammenhang mit HDTV. DVB-S2 bedeutet so viel, wie "Digitale Videodaten über Satellit übertragen". Es handelt sich also um einen Übertragungsstandard zur Regelung zwischen Sender und Empfänger. Es können sowohl H.264 (MPEG-4 AVC) als auch MPEG-2 Daten übertragen werden. Momentan senden einige wenige Sender wie Premiere oder Pro7 einige Sendungen über Satellit in HDTV. Allerdings benötigen Sie einen DVB-S2 fähigen Receiver oder TV-Karte (für PC-Betrieb).

Receiver sind noch selten im Handel zu finden. Bei Ebay können Sie jedoch bereits fündig werden.
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