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| IPTV steht für die Abkürzung Internet Protocol Television – frei übersetzt so viel wie‚ 'Internet Protokoll Fernehen’ . |
Wie schon beim Telefonieren über das Internet – dem VOIP – wird das Internetprotokoll (IP) verwendet. Bei IPTV werden Film- und Fernsehprogramme durch ein digitales Datennetz übertragen.IPTV, dem "Fernsehen über die DSL-Leitung", schickt sich bereits jetzt zögerlich an, in die Fußstapfen des ‚Fernsehens von Gestern’ zu treten und eine neue Multimediazukunft einzuläuten, die die Marketingstrategen der größten Unterhaltungselektronikriesen seit Jahren ankündigen. In der Tat werden Möglichkeiten eröffnet, die mit Fug und Recht von einer neuen TV-Ära künden könnten, sofern sie umgesetzt werden.
| Neben vielfältigen, weltweiten Programmangeboten und Kanälen in nahezu unbegrenzter Zahl, sind vor allem folgende mögliche Neuerungen zu nennen: |
- Video-on-Demand – das ‚Jederzeit-Fernsehen’ ermöglicht Sendungen und Filme dann zu sehen, wann SIE möchten und nicht der Programmchef. Einige Anbieter, wie Videoload, Premiere oder Maxdome, machen dies bereits heute schon vor.
- Interaktive Services sind nun endlich möglich – denn es gibt ja jetzt schließlich einen Rückkanal. Sie können so theoretisch interaktiv Ihrem Provider in Echtzeit mitteilen, was Sie möchten – ein simples Beispiel: ‚Wer wird Millionär’ zum Mitraten oder Shopping. Seit April 2008 bietet die Deutsche Telekom mit der Funktion "Program Manager" z.B. eine Funktion, die es erlaubt von Unterwegs via Internetzugang den heimischen Videorekorder, genauer gesagt die T-Home Set-Top-Box, zu programmieren. So kann z.B. bequem vom Büro aus eine bestimmte Sendung aufgenommen werden und nach Feieraben genossen werden.
- HDTV – hochauflösendes Fernsehen in bester Qualität (mehr zu HDTV)
- Digitale Video-Recorder (PVR) – lassen Sie aufnehmen ohne selbst die Geräte besitzen zu müssen und programmieren Sie ihre Lieblingssendung, z.B. vom Büro, bequem über das Internet ein.
- Zusatzinformationen - Settop Applications können ähnlich wie Videotext heute zahlreiche Infos nebenher liefern. Das können Fakten zum Film und den Schauspielern sein, aber auch Bestellmöglichkeiten und vieles mehr. Man spricht auch von "Enhanced TV".
- Weiterhin sind zahlreiche, bis heute noch unbekannte Applikationen denkbar
Erste IPTV-Angebote
Zugegeben, der Stand der Technik ist noch nicht ganz ausgereift. Denn im Gegensatz zu anderen Ländern ist das Fernsehen via Internet hierzulande noch relativ am Anfang! Aber seit der Cebit 2006 kommen stetig neue Angebote der großen Provider dazu. Alice bietet "homeTV" und Arcor "DigitalTV". Die Deutsche Telekom bietet seit Ende 2006 (früher zunächst nur via VDSL) echtes Tripleplay mit IPTV. Das Angebot heisst "T-Home Entertain". Seit Sommer 2007 können das Angebot auch Kunden buchen, bei denen lediglich ADSL2+ und kein VDSL verfügbar ist.
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| » Alle Details zu verfügbaren IPTV-Anbietern |
© Arcor AG & Co. KG
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Nachteile IPTV
- erhöhter Ressourcenverbrauch an Internetbandbreite
- noch für jedes TV-Gerät im Haushalt eigene IPTV-Set-Top-Box nötig
- Datenschutzrechlich sollte versucht werden, den "gläsernen TV-Konsumenten" zu vermeiden.
- DSL-Anschluss, DSL-Verfügbarkeit und Verfügbarkeit des IPTV-Providers sind Voraussetzung für IPTV
Nahe ZukunftBis zum Jahr 2009 werden in Deutschland und anderen Ländern, laut Studien und Expertenmeinungen, zahlreiche neue IPTV-Angebote auf den Markt kommen. Verschiedene Quellen sagen bis ca. 2010 ein rasantes Wachstum voraus. Das heisst, es werden Zug um Zug in den nächsten Monaten weitere Anbieter Internet-TV-Angebote auf den Markt bringen. Die Studie "European IPTV: Mass assessment and forecast to 2009" von (u.a.) dem Beratungsunternehmen Goldmedia gehen davon aus, dass die Zahl der IPTV-Abonnenten in Europa bis 2009 auf ca. 8,7 Mio. ansteigen wird, von derzeit rund 700.000. IPTV wird dann ungefähr ein Zehntel des europäischen Pay-TV-Marktes ausmachen. Die Kunden dürfen gespannt sein!
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