VDSL - Anwendungen, Tarife und Verfügbarkeit

Mit Highspeed surfen und Fernsehen schauen


mehr Surfkomfort mit VDSL- oder Glasfaser
VDSL steht als Abkürzung für „Very High Speed Digital Subscriber Line“ und ermöglicht theoretisch Geschwindigkeiten bis zu 100 MBit/s. Zum Vergleich: Schnelle ADSL2+ Internetzugänge bieten in Deutschland Bandbreiten bis maximal 16 MBit/s. Die VDSL-Technik verspricht also viel Potenzial für neuartige Anwendungen, die sich durch sehr viel Datenhunger auszeichnen. Zum Beispiel Fernsehen via Internet, auch IPTV genannt, oder die Nutzung von Clound-Diensten. Letztere profitieren insbesondere durch die hohe Uploadrate.


Zeit für ein Konkurrenzprodukt zu Kabel

Die großen Kabelanbieter haben in den letzten Monaten stark aufgerüstet und offerieren mittlerweile unglaublich schnelle Angebote von 500 MBit/s und teils sogar noch darüber. Zu nennen sind hier insbesondere Vodafone Kabel sowie Unitymedia in NRW, Hessen und Baden-Württemberg. Auch TeleColumbus erreicht immer mehr Haushalte z.B. in Zwickau oder Erfurt. Die großen Telekommunikationsmarken ohne Kabelnetz, wie 1und1, O2 und Deutsche Telekom, kommen daher über kurz oder lang nicht um eine Alternative Technologie zu DSL herum, wenn Sie konkurrenzfähige Produkte anbieten wollen. Diese Alternative heißt VDSL (mit Vectoring) oder reines Glasfaser-Internet (FTTH). Wie wir gleich noch sehen werden, steigt endlich auch die Verfügbarkeit der neuen Breitbandzugänge rapide. Doch zunächst gehen wir der Frage nach, wofür man so viel Power braucht?


VDSL- und Glasfaserausbau

Ausbau des VDSL-Netzes bundesweit geht gut voran | Bild: Telekom


Anwendungen für VDSL

Aktuell stehen mit der VDSL-Technologie in Deutschland  Übertragungsraten bis 50 bis 100 MBit/s zur Verfügung. Letzteres wird seit Mitte 2014 über die sogenannte Vectoring-Technik realisiert. VDSL ohne Vectoring-Erweiterung schaffen nämlich maximal 50 MBit. Zugegeben: Derart schnelle Internetzugänge benötigt ein durchschnittlicher Surfer im Schnitt eigentlich nicht. Für E-Mails abrufen, im Netz schmökern, bei Ebay etwas ersteigern oder auch mal ein Song runterladen - dafür langen eigentlich 16-25 MBit/s völlig aus. Wozu also der Geschwindigkeitswahn?

Mehr Möglichkeiten mit schnellem VDSL

Tripleplay -Telefon, Internet und TV- mit VDSL

Das Netz wird stetig multimedialer, vielfältiger, komplexer und somit auch speicherintensiver. In den letzten Jahren zeichnet sich ein Trend zur Übertragung von Telefonie (All-IP) und Fernsehen übers Internet ab. Selbst die herkömmliche Festnetztelefonie (inklusive ISDN) wird bis spätestens 2018 komplett abgelöst durch VOIP, also Telefonie übers Internet. Die meisten Deutsche nutzen die Technik bereits unwissentlich. Komplettangebote der DSL-Anbieter, mit Telefonflatrate, basieren heute fast immer auf diesem Verfahren. Die Telekom will bis zum genannten Datum alle Kunden ohne wenn und aber auf All-IP umstellen! Ein Prozess der seit längerem schon im Gang ist und leider auch partiell (noch) zu Problemen führt.

Neue Services, wie Cloud-Dienste, verlangen ebenfalls nach hohen Datenübertragungsraten, um große Dateien online zu speichern. Internetfernsehen, sogenanntes IPTV, entwickelt sich gleichzeitig zu einem beliebten Empfangsweg für TV bei den Nutzern. Schon über 3,6 Millionen Haushalte setzten bis Ende 2017 auf diese Empfangstechnik. IPTV und die immer beliebteren Video-Streamingdienste von Netzflix oder Amazon, gelten gemeinhin auch als die Vorzeigeapplikationen für schnelles VDSL. Denn hochauflösende, digitale Fernsehbilder mit hochwertigem Digitalsound, verlangen nach sehr schnellen Übertragungsleistungen, welche VDSL-Flats uneingeschränkt liefern.


VDSL-Verfügbarkeit in Deutschland

Hierzulande geht der Ausbau recht gut voran, es könnte aber dennoch schneller gehen. Der Großteil des VDSL-Netzes liegt noch in der Hand der Deutschen Telekom. Auch wenn es hier und da, in Städten, kleine Ausbauprojekte von anderen Anbietern gibt. Bereits seit Spätsommer 2009 bieten endlich auch andere Unternehmen neben der Telekom VDSL-Anschlüsse. Zum Beispiel 1und1 und O2. Die Zugänge basieren jedoch wiederum zum Löwenanteil auf dem VDSL-Netz der Telekom. Man spricht dann auch von sogenannten Resale-Anschlüssen (Bitstream). Zurzeit ist Highspeed per VDSL für ca. 50 Prozent aller Haushalte verfügbar. Sowohl in Großstädten, wie auch zunehmend in immer mehr ländlichen Gemeinden. Wer selbst prüfen möchte, ob VDSL an der Wohnadresse schon möglich ist, kann dies hier in diesem Formular direkt bei der Telekom testen.

VDSL Anbieter und Tarife

Aktuell bieten die Deutsche Telekom, O2, Vodafone und 1und1 VDSL-Tarife an. Kostenpunkt: Ab ca. 30-40 Euro. VDSL-Anschlüsse und Flatrates mit der höchsten Verfügbarkeit, gibt es aktuell von der Telekom. Wahlweise als Doppel-Flatrate in den Tarifen "MagentaZuhause" oder als Tripleplay-Paket zusätzlich mit Fernsehen. Letztere Tarife werden unter der Bezeichnung  „Entertain“ angeboten.


Wenn Sie dem Button „VDSL-Tarife vergleichen“ folgen, erhalten Sie einen Überblick über die VDSL-Preise und Angebote geben. Alle Paketpreise enthalten eine Surfflatrate, sowie den Breitband- und Telefonanschluss samt Festnetzflat. Die mit „Entertain" bezeichneten Tarife enthalten zusätzlich digitales TV via IPTV. Sie benötigen also keinen Kabelanbieter, SAT-Anlage oder ähnliches mehr. Sollte hingegen die schnelle Breitbandtechnik bei Ihnen noch nicht ausgebaut sein, lohnt ein Blick auf die möglichen Alternativen. Es gibt noch einige andere Möglichkeiten für superschnelle Flatrates!





Anwendungen der Zukunft für VDSL

Glasfaser- bzw. VDSL-Internet
Viele Anwendungsmöglichkeiten für VDSL sind heute noch nicht absehbar. Noch vor ca. 15 Jahren mussten die meisten Internetnutzer, mit ihrem langsamen DFÜ- oder ISDN-Modem, einige Minuten lang warten, bis einzelne Internetseiten fertig geladen waren. Hätten Sie damals gedacht, dass wir heute, nach so relativ kurzer Zeit, über das Internet hochauflösende TV-Sendungen in HD oder UltraHD live übertragen können? Der Trend für die Zukunft, wird unserer Meinung nach stark in Richtung Audio und Video gehen. Denkbar wären z.B. Sozial-Networkportale mit Videochats und Onlinekonferenzen. Facebook bietet ja seit kurzem zumindest schon Telefonie per Whatsapp. Die theoretischen Möglichkeiten mit VDSL sind jedenfalls riesig. Das Wohnzimmer haben Sreaming-Videoportale á la Netflix und Amazon TV jedenfalls schon erobert.


VDSL – die Anfänge bis heute

Am 17.10.2006 ging VDSL erstmals offiziell an das Netz. 12 Großstädte wurden der Anfangsphase von der Deutschen Telekom mit der neuen Breitbandtechnologie versorgt. Seit Ende 2011 geht der Trend aber eher zum direkten Ausbau von Glasfaser-Internet. Zumindest seitens der Telekom. Denn VDSL selbst ist eine Misch-Ausbauweise. Vom Hauptverteiler zum Kabelverzweiger führen superschnelle Glasfaserkabel. Vom Kabelverzweiger zum Endkunden jedoch, wird auf das alte Festnetz mit Kupferleitungen gesetzt. Diese Ausbauart ist billiger, hat aber Nachteile. Und zwar in der Form, dass mit zunehmender Wegstrecke die maximale Datenübertragungsrate sinkt. Von daher sind die 50-100 MBit bei VDSL immer als "bis zu"-Angabe, unter idealen Bedingungen, sprich kurzen Wegstrecken, zu verstehen.

Diesen Nachteil hat reines Glasfaser-Internet, wo die Leitungen bis zu Ihrem Haus führen, nicht. Im Verlauf des Jahres 2013 nahm die Dt. Telekom über 40 kleinere Städte ans Netz. 2014 wurden dann bundesweit viele neue Regionen (> 50) erschlossen und/oder mit der noch schnelleren Vectoring-Technik auszurüsten. Der Start von VDSL-Vectoring erfolgte im Sommer des gleichen Jahres. Die mögliche Datenrate liegt hier bei 100 MBit...




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