VDSL steht als Abkürzung für „Very High Speed Digital Subscriber Line“. VDSL ermöglicht theoretisch Geschwindigkeiten bis zu 200 MBit/s. In Labortests sogar 500 MBit/s. Zum Vergleich: Schnelle ADSL2+ Internetzugänge bieten in Deutschland Bandbreiten bis maximal 16 MBit/s. VDSL bietet also viel Potenzial für neuartige Anwendungen, die nach sehr viel Datenbandbreite verlangen – zum Beispiel Fernsehen via Internet, auch IPTV genannt.
Die großen Kabelanbieter haben in den letzten Monaten stark aufgerüstet und offerieren nun Angebote bis zu unglaublichen 120 MBit/s (Unitymedia). Die großen Telekommunikationsunternehmen wie 1und1, Dt. Telekom und Vodafone kommen daher über kurz oder lang nicht um eine Alternative Technologie zu DSL herum, wenn Sie konkurrenzfähige Produkte anbieten wollen. Diese Alternative heißt VDSL!
Tripleplay -Telefon, Internet und TV- mit VDSL
Das Netz wird stetig multimedialer, vielfältiger, komplexer und somit auch speicherintensiver. In den letzten Jahren zeichnet sich ein Trend zur Übertragung von Telefonie und Fernsehen übers Internet an. VOIP, also Telefonie über Internet, wird immer populärer und viele Deutsche nutzen die Technik bereits. Oft ohne es zu wissen! Komplettangebote der DSL-Anbieter mit Telefonflatrate setzen meist auf diese Technik.
Internetfernsehen, sogenanntes IPTV, findet immer mehr begeisterte Nutzer. IPTV ist auch die Vorzeigeapplikation für schnelles VDSL. Denn hochauflösende, digitale Fernsehbilder mit hochwertigem Dolby-Digitalsound verlangen nach sehr schnellen Internetleistungen. Diese bietet VDSL.
Hierzulande geht der Ausbau recht gut voran. Es könnte aber dennoch schneller gehen. Die Hoffnung liegt auf einer Liberalisierung des Marktes und in Drittanbietern, die ein eigenes Netz aufbauen. Denn der Großteil des VDSL-Netzes liegt noch in der Hand der Dt. Telekom. Auch wenn es erste kleine Ausbauprojekte von anderen Anbietern in einigen Städten gibt. Seit Spätsommer 2009 bieten endlich auch andere Unternehmen neben der Telekom VDSL. Zum Beispiel 1und1 und
Alice. Die Zugänge basieren jedoch auf dem VDSL-Netz der Telekom. Man spricht dann auch von sogenannten Resale-Anschlüssen. Zurzeit gibt es gut 53 Großstädte, in den VDSL teilweise verfügbar ist.
In diesem Formular oder hier unkompliziert VDSL Verfügbarkeit checken.
Momentan bieteten die Deutsche Telekom,
Alice,
Vodafone und
1und1 VDSL-Tarife an. Vodafone hat übrigens in Würzburg und Heilbronn jeweils ein Versuchsprojekt laufen, um eine eigene VDSL-Infrastruktur zu erproben. In diesen beiden Städten bietet Vodafone VDSL sogar günstiger!
Die VDSL Anschlüsse und VDSL-Flatrates gibt es aktuell nur von T-Home. Wahlweise als „Call&Surf-Doppel-Flatrate“ oder als Tripleplay-Paket mit Fernsehen. Letztere Tarife werden unter der Bezeichnung „T-Home Entertain“ angeboten.
Wenn Sie dem Button „VDSL-Tarife vergleichen“ folgen, erhalten Sie einen Überblick über die VDSL-Preise und Angebote geben. Alle Paketpreise enthalten eine Surfflatrate, den VDSL-Anschluss, den T-Net-Grundanschluss, eine Telefonflatrate. Die mit „Entertain bezeichneten Tarife enthalten zusätzlich digitales TV via IPTV. Sie benötigen also keinen Kabelanbieter, SAT-Anlage oder ähnliches mehr.
Am 17.10.2006 ging VDSL erstmals offiziell an das Netz. 12 Großstädte wurden der Anfangsphase von der Deutschen Telekom mit der neuen Breitbandtechnologie versorgt. Bis heute sind es gut 50 Städte. Noch 2009 ist eine Erweiterung der Verfügbarkeit auf weitere Städte zu erwarten.