Immer mehr Verbraucher wechseln von SAT oder Kabel zu IPTV. Schon über 1,5 Millionen Haushalte haben sich von den Vorteilen überzeugen lassen. Unsere Redaktion wird oft gefragt, welche Geräte für IPTV benötigt werden und wozu der IPTV-Receiver nötig ist. Wir haben daher ein Themenspezial für Sie verfasst. Es soll interessierten Verbrauchern helfen, schneller zum idealen IPTV-Angebot zu gelangen.
Unter einem Receiver versteht man im TV- und Rundfunkbereich ein Empfangsgerät, welches die digitalen TV-Signale decodiert und somit für den Fernseher „nutzbar“ macht. Receiver kennen die meisten Leser sicher schon vom Kabel- oder Satelliten-TV. Auch bei IPTV wird ein solcher Receiver benötigt. Andere Bezeichnungen sind übrigens IPTV-Box oder IPTV-Set-Top-Box.
MR303 - IPTV Receiver Telekom - Telekom.de Presse
Generell raten wir zur Verwendung eines Gerätes, dass vom IPTV-Anbieter Ihrer Wahl angeboten wird. Es gibt zwar (wenn auch nur schwer) andere Receiver, doch kann deren einwandfreie Funktion nicht gewährleistet werden. Teils gibt es In-Kompatibilitäten. Zudem erhalten Sie die Receiver, je nach aktueller Sparaktion, oft sehr günstig oder gar kostenlos!
Im Bereich der Software-Funktionen von MR 303 (Telekom), TV Center 1000 (Vodafone) und HD Media Recorder (Alice) gibt es wenige Überraschungen. Alle drei Boxen ermöglichen Aufnahmen in voller HD Auflösung (1920 x 1080i). Neben der laufenden Aufzeichnung oder während dem normalen Fernsehgenuss, ist in der Regel auch zeitversetztes Fernsehen, auch Timeshift genannt, nutzbar. Hier können laufende Sendungen einfach pausiert werden und bis zu einem beliebigen Punkt zurückgespult werden. Anschließend können sie wieder bis maximal zum aktuellen Stand der Ausstrahlung vorgespult werden, falls gewünscht.
Ebenso zum guten Ton gehört ein elektronischer Programmplaner (EPG). Diese digitale Programmzeitschrift zeigt die Sendungen der kommenden 14 Tage an. Zusammen mit der Inhaltsangabe ist oft auch gleich eine Funktion zur Programmierung der Aufzeichnung vorhanden. Für Serien beispielsweise mit einer automatisierten Variante, die in chronologischer Reihenfolge jeden Teil des gewünschten Titels aufnimmt.
Doch bei den vorhandenen Anschlüssen der Geräte, den Audio- und Video-Codecs, aber auch dem Stromverbrauch, gibt es noch den ein oder anderen Unterschied …
| Anbieter | Deutsche Telekom | Vodafone | Alice/O2 |
| Gerätebe- zeichnung |
Media Receiver | Vodafone TV Center 1000 |
Alice HD Media Rekorder |
| Hersteller, Bezeichnung | Deutsche Telekom MR 303 |
Sagem | Sagem (IAD83-160 HD HA) |
| Anschlüsse | |||
| HDMI | 1x1.3 | 1x | 1x 1.3, HDCP 1.1 |
| Scart | 1x in, 1x out | 1x TV, 1xVCR | 1x TV, 1x VCR |
| S-Video | 1x | kein | kein |
| Komponenten E/A | 1x | kein | 1x |
| LAN | 1x | 3x (davon 1x LAN TV) | 1x |
| eSATA | 1x | kein | kein |
| USB | 2x | 3x | 1x |
| Digital Audio | 1x koaxial,1x optisch | 1x optisch | 1x koaxial |
| Analog Audio-Chinch | 1x | 1x | 1x |
| Karten | nein | SD | nein |
| Videokodierung | |||
| MPEG 1 | ja | nein | nein |
| MPEG 2 | ja | ja | ja |
| MPEG 4 (H.264) | ja | ja | ja |
| WMV9 | ja | ja | ja |
| AVI | ja | ja | nein |
| Anbieter | Deutsche Telekom | Vodafone | Alice |
| Audiokodierung | |||
| MPEG 1 | unklar, vermutlich ja | ja | ja |
| MPEG 2 | unklar, vermutlich ja | ja | ja |
| MPEG 3 | unklar, vermutlich ja | ja | ja |
| AAC | unklar, vermutlich ja | ja | ja |
| Dolby AC-3 | unklar, vermutlich ja | ja | |
| WAV | ja | nein | nein |
| WMA | ja | ja | nein |
| Bildwiedergabe | |||
| JPEG | ja | ja | ja |
| GIF | ja | nein | unklar, vermutlich nein |
| BMP | ja | ja | unklar, vermutlich nein |
| Auflösung | |||
| 720p | ja | ja | ja |
| 1080i | ja | ja | ja |
| Sonstiges | |||
| Festplattenkapaz. | 500 GB |
320 GB |
160 GB |
| Leistungs- aufnahme |
maximal 40 W, 12.2 W Standby |
maximal 60 W, 3.2 W Standby |
25 W Betrieb, 12 W Standby |
| Maße / Gewicht | B 320 mm x H 57 mm x T 247 mm ca. 2,2 kg |
B 363 mm x H 64,8 mm x T 230 mm ca. 1,7 kg |
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| Lieferumfang | - Media Receiver, - Fernbedienung (inklusive Batterien), - Netzteil, - LAN-Kabel, - HDMI-Kabel, - SCART-Kabel, - Bedienungsanleitung |
- Vodafone TV Center 1000, - Festplatte (separat verpackt), - Fernbedienung (inkusive Batterien), - Netzteil, LAN-Kabel, - HDMI-Kabel, - SCART-Kabel, - Bedienungs- anleitungen |
- Media Recorder, - Fernbedienung, - Netzteil, - LAN-Kabel, - SCART-Kabel, - Cinch-Kabel, - Modem, - SmartCard |
| Besonderheiten | Verbindung mit TV-Signal (Eingänge): 1x Kabel, 2x Satellit
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| Zum Anbieter |
Fazit
Die meisten Anschlüsse bietet der MR 303. Hier finden sich auch insbesondere noch die qualitativ schlechteren Videoanbindungen über S-Video oder Komponenten Ein-/Ausgang. Das kann aber insbesondere bei älteren Geräten von Vorteil sein oder wenn schnell ein mobiler Bildschirm eingebunden werden soll. Auch bei der Ausgabe von digitalen Audiosignalen hat der MR 303 die Nase vorn. Während bei TV Center 1000 zwangsläufig ein optischer Anschluss am Audio-Receiver frei sein muss und beim HD Media Recorder ein koaxialer Anschluss, bietet das Telekom-Gerät einfach beide.
Ebenfalls bei den Microsoft Windows Video- und Audiocodecs ist der MR 303 führend. Während WMV, WAV oder WMA auf den anderen Geräten teilweise den Dienst verweigern, laufen sie dort ohne Schwierigkeiten.
Den größten Speicher spendiert mit 500 GB die Telekom, gefolgt von den 320 GB von Vodafone. Schlusslicht ist mit 160 GB Alice.
Erstaunlicherweise gibt es auch beim Stromverbrauch große Unterschiede. Das TV Center 1000 verbraucht maximal bis zu stolze 60 Watt, glänzt allerdings im Standby mit dem weitaus sparsamsten Wert von 3.2 Watt. Denn während der MR 303 unter Volllast 40 Watt verschlingt und im Standby 12.2 Watt, sind es beim HD Media Recorder 25 Watt im Betrieb und 12 Watt im Standby. Hier empfiehlt sich eine schaltbare Steckdosenleiste, um unnötigen Passiv-Verbrauch zu reduzieren.
Weitere wichtigsten Punkte bei der Wahl des Receivers:
a) IPTV-Anbieter wählen
Zurzeit gibt es drei IPTV-Anbieter am Markt. Die Telekom, Vodafone und Alice. Wir empfehlen den Griff zu „Entertain“ von der Telekom, da es sich hierbei um das ausgereiftere und deutlich umfangreichere Angebot handelt. Auch IPTV von Vodafone macht einen insgesamt guten Eindruck. Dieser Vergleich hilft bei der Entscheidung.
b) ggf. mit oder ohne Festplatte (nur bei Alice)
Ein IPTV-Receiver ohne integrierte Festplatte empfehlen wird nicht, da so weder Aufzeichnungen von TV-Sendungen möglich sind noch die Timeshift-Funktion funktioniert.
c) Erstgerät, Zweitgerät?
Wie bei SAT-TV, ist auch im Fall von IPTV für jeden TV-Teilnehmer im Haushalt ein Receiver nötig. Zumindest, wenn dieser sein Programm frei wählen will. Bei der Telekom gibt es 2 Receiver. Ein Model (MR303), dass sich eher als Hauptgerät empfiehlt (da mit Festplatte) und ein Model für Nebenanschlüsse (MR102). Jene sind deutlich günstiger, haben dafür aber keine Festplatte. Geeignet also primär fürs Kinder- oder Schlafzimmer… Auch Alice bietet je ein Gerät ohne und mit Festplatte.
d) mieten oder kaufen
Bei der Telekom (früher auch bei Alice), können Sie die Receiver wahlweise kaufen oder zu einem geringen monatlichen Entgelt mieten. Wir empfehlen jedoch erstere Variante. Sie ist auf Dauer günstiger und das Gerät gehört Ihnen. Beachten Sie die aktuellen Sonderaktionen. Nicht selten gibt es die Receiver auch kostenlos! Beim IPTV-Angebot von Vodafone ist der Receiver im monatlichen Preis von 10 € übrigens bereits enthalten.
Jetzt informieren auf der Seite des Anbieters:
» zu T-Entertain – dem IPTV der Telekom
» zu Vodafone TV
» zu Alice TV – dem IPTV-Angebot von O2/Alice.