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12. 10. 2009

Kabelsalat gehört nicht gerade zu den beliebtesten Gerichten in modernen Haushalten. Wer nach Netzwerk- und HDMI-Kabeln nun auch auf die notwendige Stromverbindung verzichten möchte, kann auf Sony hoffen. Der Konzern hat Fernsehgeräte mit drahtloser Stromverbindung angekündigt.

Von der Zahnbürste abgeschaut

Das von Sony angewandte Verfahren ist keinesfalls neu und stammt nicht gerade aus der Hightech Branche. Die kabellose Übertragung von Strom per magnetischer Resonanzübertragung wird bereits seit Jahren beispielsweise bei elektrischen Zahnbürsten angewendet. Dabei wird in der Stromquelle die Netzspannung in ein elektromagnetisches Feld gewandelt, welches im Empfänger wiederum in elektrische Energie gewandelt wird.

Bis zu 1 Meter kabellos

Im Unterschied zur Zahnbürste jedoch müssen beim Fernseher wesentlich größere Distanzen zwischen Basisstation und Gerät überwunden werden. Etwa einen halben Meter soll man so kabellos überwinden können, mit Hilfe eines zwischengeschalteten Verstärkers sogar 80 cm. Ganz ohne Verlust funktioniert die Übertragung allerdings nicht: der Wirkungsgrad soll laut Sony bei etwa 80 % liegen.

Keine Gefahrenquelle

Wer in der neuen Strahlungsquelle eine Gefahr sieht, wird vom Elektronikhersteller Sony beruhigt. Durch Synchronisation der Resonanzfrequenz zwischen Sender und Empfänger, wird sichergestellt, dass der Strom den richtigen Weg nimmt. Selbst metallische Gegenstände sollen sich durch die drahtlose Stromübertragung nicht erwärmen, wenn sie sich innerhalb des Übertragungswegs befinden, so Sony. Ob diese Technologie im Heimanwenderbereich einen wirklichen Mehrwert bedeutet, muss jeder selbst entscheiden. In Zeiten steigender Energiepreise scheint ein Effizienzverlust um ein Fünftel gegenüber einer normalen Kabelverbindung jedoch fragwürdig. Wann die ersten vollkommen kabellosen Fernseher von Sony auf den Markt kommen, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Quelle: Sony
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1 Kommentar: Das meinen die anderen...

Diese kabellose Technik wird für Normalverbraucher bestimmt nicht vor dem Jahre 2016 interessant sein. Die Technologie ist einfach noch viel zu teuer und zu verlustreich. Wenn man bedenkt, dass hier 20-40 Prozent des Gesamtstroms einfach verloren geht, wird schnell klar, dass dieses Produkt nur etwas für sehr gut Betuchte ist. Hoffentlich wird die Technik in einigen Jahren weit genug sein, dass die Übertragung verlustfrei und über große Distanzen funktioniert.