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Nov 04 2009

 von: SL

In wenigen Tagen ist es soweit – der Satellitenbetreiber SES Astra bringt seine neue Plattform „HD+“ an den Start. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt in diesem Zusammenhang erneut vor den technischen Tücken der neuen Technologie.

Unangenehme Überraschung

Ab November strahlen RTL und VOX ihre Programme auch in HDTV aus. Die Sender Sat.1, Pro 7 und Kabel 1 wollen laut eigenen Angaben im Januar nächsten Jahres nachziehen. Zum Empfang dieser hochauflösenden Fernsehsignale über Satellit wird allerdings ein Receiver benötigt, der die neue Technik „HD+“ beherrscht. Daher sollten Verbraucher, die in den nächsten Wochen den Neukauf eines Empfangsgerätes planen, auf eine entsprechende Zertifizierung dessen achten.

„HD+“ kompatible Receiver

Die deutschen Privatsender nutzen zur Verschlüsselung ihrer HD-Programme die Satelliten-Plattform „HD+“ der Astra/APS-Tochterfirma HD-Plus GmbH. Das Problem für den Endkunden: Der neue Receiver muss die Nagravision-codierten Signale darstellen können. Dies können nur die entsprechend für „HD+“ zertifizierten Geräte. Diese werden dann auch die neue CI-Plus-Schnittstelle enthalten, welche u.a. zur Blockade von Fernsehaufzeichnungen und zur Steuerung durch den Programmanbieter eingesetzt wird (iptv-anbieter.info berichtete).

Abwarten scheint lohnenswert

Erste „HD+“-fähige Geräte sollen nach Angaben der verschiedenen Hersteller schon im November erscheinen. Bis zum Jahresende werden weitere folgen. Die Verbraucherzentrale musste bei Recherchen eigenen Aussagen zufolge aber feststellen, dass der Handel nach wie vor HD-Fernseher und HD-Sat-Receiver mit der bisherigen CI-Schnittstelle anbietet. Unklar sei, „ob dies wider besseren Wissens oder in Unkenntnis der aktuellen Marktentwicklungen geschehe“.

Durchbruch noch unklar

Trotzdem bleibt zu erwähnen, dass für die Nutzung von „HD+“ ab dem zweiten Jahr 50,00 Euro jährlich berechnet werden. Daher ist es gut möglich, dass viele Zuschauer das neue Angebot gar nicht nutzen werden. Diese müssen natürlich nicht auf einen zertifizierten Receiver achten. Die unverschlüsselten HD-Programme, wie Arte-HD, Anixe-HD, Servus TV HD und zukünftig auch die HD-Ableger von ARD und ZDF, bleiben mit bisherigen HD-Receivern frei empfangbar. Außerdem liegt im Dunkeln, ob sich „HD+“ aufgrund der Kosten und der zahlreichen Eingriffe seitens des Anbieters (z.B. Unterbindung der Aufnahme) unter den Fernsehnutzern durchsetzen wird.

Weiterführendes

» Einführung zu HDTV
» IPTV Anbieter Übersicht

Quelle: Verbraucherzentrale NRW

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Update: 4. November 2009

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Eine Meinung zu “Warnung – Verbraucherschützer mahnen „HD+“-Tücken”

  1. HDTV – Zugpferd oder Risikomodell? sagt:

    […] Verbraucherschützer mahnen HD+ Tücken an » HD+ soll 50 Euro pro Jahr […]




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