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15. 02. 2012

Fernsehen durch Satellit überholt erstmalig den Empfang per Kabel. Während DVB-T rückläufig ist, legt IPTV weiterhin zu. HDTV ist das stärkste Verkaufsargument und spielt bei der Digitalisierung eine maßgebliche Rolle.

 

Wie der Satellitenbetreiber Astra sicherlich nicht ohne eine gewisse Freude verkündete, haben noch nie so viele Zuschauer in Deutschland ihr Programm per Satellit abgerufen wie Ende 2011. Insgesamt 17,5 Millionen TV-Haushalte bezogen ihr Fernsehen auf diese Weise. Das entspricht einer Steigerung von 900 000 gegenüber dem Vorjahr. Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer ASTRA Deutschland, kommentiert die im Auftrag von ASTRA durch TNS Infratest durchgeführte Studie: „Das ist ein phänomenales Ergebnis. Damit ist es uns in den letzten zwei Jahren gelungen, die Reichweite des Satelliten um mehr als 1,3 Millionen Haushalte zu steigern.“ Qualitäten wie der kostenlose Empfang, ein großes Programmangebot, sowie hohe Standards bei Bild und Ton, seien entscheidende Faktoren gegenüber dem Wettbewerb. Derzeit sind 260 Sender in deutscher Sprache vorhanden, wovon 37 hochaufgelöst vorliegen.

Kabelfernsehen schärfster Konkurrent zu Satellit, IPTV wächst stetig

Um 900 000 Zähler sanken die Haushalte mit Kabelfernsehen, welches damit noch von 17,3 Millionen Haushalten gesehen wird. Kabelnetzbetreiber müssen trotzdem noch lange nicht ins Schwitzen kommen, denn der nächste Verfolger, in Form von DVB-T, kommt auf relativ bescheidene 1,8 Millionen Haushalte (minus 180.000 sind bereits abgezogen). IPTV knackt die erste Million nach einem Zuwachs von 330.000 auf nunmehr 1,3 Millionen. Den Zahlen liegt der Erstempfang des jeweiligen Haushaltes zugrunde, denn viele Zuschauer können zwischen mehreren Empfangswegen wählen.

Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens am 30. April 2012

Der Grad der Digitalisierung liegt bei Satellit bei 90 Prozent. Das bedeutet 1,8 Millionen Haushalte sind noch mit analoger Technik ausgestattet. Ende April wird hier der Bildschirm dunkel, wenn keine rechtzeitige Umstellung erfolgt. Wolfgang Elsäßer ist zuversichtlich: „Der Kenntnisstand der Betroffenen ist überdurchschnittlich, die Umstellung gewinnt zusehends an Dynamik und die Intensität der Kommunikationsmaßnahmen wird im Schlussspurt nochmal deutlich anziehen. Zudem ist der Umstieg für fast alle Zuschauer denkbar einfach. Sie müssen nur ihren Receiver austauschen. Wir empfehlen am besten gleich einen HDTV-Receiver zu kaufen.“ Analoge Kabelfernsehzuschauer unterliegen diesem Termindruck hingegen nicht – Pläne zur Abschaltung sind bislang nicht in Sicht. Dennoch wächst die Zahl der digitalen Haushalte. Fast die Hälfte (46 Prozent) ist digitalisiert.

High Definition als Zugpferd der Digitalisierung

Jeder fünfte deutsche Haushalt plant in den nächsten zwölf Monaten die Beschaffung eines HD-Receivers. Einen neuen Flachbildschirm wollen sich 18 Prozent zulegen und einen digitalen Videorecorder kalkulieren elf Prozent im Budget ein. Wer einmal HD genutzt hat, kommt so schnell nicht wieder davon los: 68 Prozent der aktuellen HD-Zuschauer wünschen sich mehr hochaufgelöste Inhalte. Annähernd ebenso viele schauen viel lieber die hohe Auflösung, als die alte Standard Definition Qualität. Über ein Drittel der HD-Zuschauer achtet daher bewusst auf die Qualität der Ausstrahlung – für 29 Prozent ist sogar ein Sender in SD-Qualität ein Grund, diesen weniger zu nutzen.

Quelle: ASTRA
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