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Alice homeTV - Hardware und AufbauDer "homeTV" Testbericht!
Seit Mai 2006 bietet der Telekommunikationsanbieter Hansenet seinen IPTV-Dienst Alice homeTV an. Zunächst in Hamburg, seit 2007 auch in weiteren Städten. Wir haben den TV-Dienst von Alice mal genau unter die Lupe genommen. Was braucht man für das Fernsehen über die Internetleitung? Wie lässt sich Alice homeTV einrichten und bedienen? Ist IPTV von Hansenet wirklich eine Alternative zum herkömmlichen Fernsehen?
Hardware und AufbauDer Lieferumfang für Alice homeTV umfasst:
1. Schritt: Modem anschließenDa wir schon vor dem Anschluss Hansenet-Kunden gewesen sind, hatten wir bereits den Splitter an die Telefondose (TAE) angeschlossen. Alice-Neukunden müssen den mitgelieferten Splitter noch anschließen. Der Splitter ist am Telefon-Ausgang an der Frontseite mit dem Telefon verbunden. Daran ändert sich bei der Einrichtung von IPTV nichts. Am mit „DSL“ gekennzeichneten Ausgang des Splitters hatten wir bereits unser altes Internet-Modem angeschlossen. Dieses mussten wir für homeTV durch das neue Modem ersetzen. Denn das gelieferte Siemens-Gerät ist speziell für IPTV-Verbindungen gebaut. Wenn die ADB HSN-3800 TW an einen gewöhnlichen DSL-Router angeschlossen würde, könnte das Gerät keine Verbindung aufbauen. Nur das Siemens ADSL CL-040-I unterstützt auf dem Port, der mit „homeTV“ gekennzeichnet ist (siehe unten), die Priorisierung von TV-Daten gegenüber dem Internetverkehr. Eine bereits bestehende Verkabelung von Splitter zu Modem kann dabei aber bestehen bleiben, IPTV benötigt also keine speziellen Verbindungskabel. Und natürlich dient das Siemens-Gerät auch als DSL-Modem für die Internetverbindung. PC oder WLAN-Router werden einfach an den Ethernet-Port des Modems angeschlossen. Unser altes Gerät mussten wir übrigens an Hansenet zurückschicken. Falls man den homeTV-Vertrag beendet, werden die Geräte wieder ausgetauscht. Nun konnte das Modem mit dem Stromnetz verbunden werden. Hat es eine Verbindung mit dem Alice-Netzwerk hergestellt, bestätigt das die Kontrolllampe „DSL“ an der Frontseite des Gerätes.
![]() Die Ports für das Ethernet und homeTV sind vorbildlich beschriftet (hier vergrößert dargestellt). Nur am 4. Port dieses Modems funktioniert IPTV von Alice. 2. Schritt: Set-Top-Box anschließenAn den mit homeTV beschrifteten Port Nr. 4 sollte im nächsten Schritt also die Set-Top-Box angeschlossen werden. Das mitgelierte Netzwerkkabel für die Verbindung der Geräte hatte aber nur eine Länge von fünf Metern. Das ist leider oft viel zu Kurz, wenn der Fernseher nicht unmittelbar in Reichweite der Telefondose positioniert ist. Die Verwendung von einem längeren Kabel ist aber bis zu 100 Meter möglich. In unserem Fall haben wir ein 10 Meter langes Kabel hinzugekauft und am anderen Ende an den Ethernet-Port des IPTV-Receivers angeschlossen. Nach Angaben von Hansenet ist man um eine Alternative zu LAN-Kabeln bemüht. Powerline wird dabei vom Telekommunikationsanbieter aus Hamburg als vielversprechendste Lösung für die Inhouse-Verkabelung angesehen. Es könnte also sein, dass man bei Hansenet in Zukunft auch Powerline-Adapter bei der homeTV-Bestellung ordern kann.
Ist die Set-Top-Box also mit dem Modem verbunden, sollte die Kontrolllampe des vierten Ports des Modems, an dem die Box angeschlossen ist, aufblinken, sobald das Netzteil der Box eingesteckt ist. Das Gerät fährt dann bereits hoch. Die mitgelieferte Smartcard, sollte zu diesem Zeitpunkt bereits in den Kartenschacht eingesteckt sein. Sie ist notwendig, weil die meisten TV-Programme grundverschlüsselt sind (Nagravision).
![]() Die Set-Top-Box von ADB wird mit einem einfachen LAN-Kabel mit dem homeTV-Port des Modems verbunden. Der Anschluss eines Fernsehers funktioniert bisher nur via Scart-Kabel. 3. Schritt: Fernseher anschließen
Zusammenfassend ist hier ist rechts oben noch einmal der prinzipielle Aufbau der notwenigen Hardwarekomponenten für Triple-Play bei Hansenet dargestellt. Die Verkabelung stellte sich alles in allem als überraschend unkompliziert dar. Das vermittelt auch die erfreulicherweise kurz gehaltene Anleitung. Bestand vor der Installation bereits ein Alice-Anschluss beschränkt sich die Installation vom Modem und Set-Top-Box auf wenige Schritte und ist in 10 bis 15 Minuten abgeschlossen. Bei einem Alice-Erstauftrag, bei dem auch homeTV bestellt wird, muss inklusive des Aufwands für die Einrichtung des Netzzugangs (siehe unten) mit mindestens einer halben Stunde gerechnet werden.
4. Schritt: Einrichtung des NetzzugangsHat man als neuer homeTV-Kunde bereits einen Alice-Netzzugang gehabt, erübrigt sich in den meisten Fällen die Installation der mitgelieferten Software. Falls aber homeTV zusammen mit einem Alice-Anschluss in Auftrag gegeben wurde, muss man den Netzzugang einrichten. Voraussetzung ist, dass ein Netzwerkkabel vom Ethernet-Port des Modems zum PC oder einem Router geführt ist und das Modem die DSL-Verbindung hergestellt hat. Für die Installation der Internet-Zugangssoftware gibt es neben einem Ethernetanschluss am PC und dem Servicepack 1 bei Windows XP (SP2 nicht notwenig, aber empfohlen) keine besonderen Systemvoraussetzungen. Wird der Zugang über die beiliegende CD eingerichtet, wird jedoch bei jedem Start des Computers eine „Einwahl“ wie in 56K-Modem-Zeiten nötig. Ambitionierte Anwender können eine dauerhafte Verbindung alternativ über das Betriebssystem (auch am Mac) oder z.B. über einen Router realisieren.
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