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Nov 19 2016


Schon vor Jahren wurde immer wieder das baldige Ende des herkömmlichen TV vorhergesagt. Die Sehgewohnheiten werden sich ändern, lautete die Prognose! Nun zeigt eine Studie der Bitkom, dass der Wandel bereits im vollen Gange ist. Jeder 4. kann schon auf herkömmliches Fernsehen verzichten!

 

Fernsehen per Streaming gewinnt an Bedeutung
Tatort um 20:15 am Ende?

In den meisten Haushalten dürfte noch die gute alte TV-Zeitung vorgeben, was wann geschaut wird bzw. wann was kommt. Doch die Sehgewohnheiten wandeln sich bekanntlich zunehmend. Statt 20:15 Uhr am Sonntag, wollen eben immer mehr TV-Zuschauer selbst entscheiden, wann dieser angesehen wird. Mediatheken und Streamingdienst a la Amazon Video tragen die Programmhoheit endlich zum Endkonsumenten. Er entscheidet was, wann läuft. Eine Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt nun klar, dass das herkömmliche Fernsehen bereits auf dem Rückzug ist.

Jeder 4. verzichtet ganz

Die Befragung brachte zwei ganz erstaunliche Erkenntnisse zu Tage. Bereits jeder Vierte Nutzer von Video-Streaming (Mediatheken oder Video on Demand allgemein) kann sich bereits vorstellen bald komplett auf das lineare TV-Programm zu verzichten. Also seine Sendungen gänzlich zeitunabhängig aus anderen Quellen zu bestreiten. Über als ein Drittel (35 Prozent) hat sogar bereits komplett umgestellt und schaut nur noch per Streaming am Laptop, PC oder mobilen Endgeräten. „Das klassische Fernsehen verliert seine große Bedeutung. Die Zukunft gehört Streaming-Diensten und Mediatheken“, sagt Timm Lutter, Bitkom Experte für Consumer Electronics und Digital Media. Die Zuschauer würden immer weniger ihren Tagesablauf an das TV-Programm anpassen, wie das noch vor einigen Jahren mitunter gängige Praxis war. Heute verhält es sich genau anders herum. Fast dreiviertel der Befragten gaben an, sich nicht mehr wegen bestimmter Sendetermine unter Zeitdruck zu setzten.

 

Bitkom Studie Streaming

Ergebnisse der Befragung | Quelle: Bitkom.org

 

Jüngere Konsumenten sind dabei erwartungsgemäß Vorreiter. 63 Prozent der 14-29jährigen präferieren demnach Streaming. In der Altersgruppe ab 50J sind es aber immerhin 38 Prozent. Somit handelt es sich keineswegs um ein rein jugendgetriebenes Phänomen.

 

Für die Sender bedeutet das umdenken. Zwar werden viele TV-Formate einfach nur auf eine andere Zeit und auf ein anders Medium transferiert. Die hochwertigen Eigenproduktionen von Netflix und Amazon liefern aber gleichzeitig ein sehr günstiges und vielfältiges Alternativprogramm. Mit der Qualität ist es im TV bekanntlich auch nicht unbedingt zum Besten bestellt. Wer die Wahl hat zwischen guten Serien und Filmen und Formaten wie dem „Batchelor“ und der gefühlt 10.000´sten Kochshow, wird früher oder später Pro7, RTL und Co. Den Rücken kehren! Aber Konkurrenz belebt ja das Geschäft wie man so schön sagt!

nützliches zum Beitrag

» Streaming bzw. Video on Demand Anbieter im Überblick
» Amazon Video im Test
» Übersicht der Mediatheken
» Onlinevideotheken im Vergleich



Update: 19. November 2016

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