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Sep 24 2017


Virtual-Reality ist eine der neusten Technologien in der Unterhaltungsindustrie. An das Streaming solcher Inhalte wurden bisher wenig Gedanken verschwendet, da die Datenströme enorm sind. Die Übertragung der Daten auf eine 360-Grad-Sicht erfordert eine Auflösung von mindestens 4K. Das stellt die bestehende Netzinfrastruktur vor kaum zu bewältigende Aufgaben.

Neues Format, um Datenmenge zu schrumpfen

Die Zielstellung ist klar. Ähnlich wie damals beim MP3-Format für Audiodateien, arbeiten die Forscher vom Frauenhofer-Institut erneut an einer Lösung, um die Datengröße zu verkleinern. Auch für die VR-Inhalte soll dieser Schritt ermöglichen, dass ein Streaming auch bei einer schlechteren Übertragungsgeschwindigkeit gewährleistet werden kann. Der Videostandard HEVC soll dabei die Grundlage liefern, um ein neues Format zu erstellen.

Hohe Auflösung geringer Speicherbedarf

„Wir unterteilen das gesamte 360-Grad-Video in Kacheln, die unabhängig voneinander kodiert werden – deshalb nennen wir unsere Technologie Tile-based Streaming“, erklärt Robert Skupin, Wissenschaftler am Fraunhofer HHI. Grundlegende Denkweise ist bei der Technologie, dass das Bild vor dem Zuschauer hochauflösend ist und hinter ihm niedrig aufgelöst. Der wesentliche Unterschied zum Stand der Technik besteht darin, dass das Endgerät entscheidet, welche Kacheln in hoher Auflösung herunterzuladen sind und welche in niedriger. Es fügt die Kacheln zusammen, die es benötigt, um das gewünschte Bild in der richtigen Auflösung zu erzeugen, anstatt eines von mehreren vorbereiteten Videos herunterzuladen.

Stellenwert von VR steigern

Mit einem großen Hype wurde VR erwartet. Doch mittlerweile ist der Aufschwung um das Thema wieder deutlich abgeflacht. Das Problem dabei ist, dass die Technologie noch nicht für den Massenmarkt tauglich ist. Dies liegt nicht nur an den riesigen Datenmengen, sondern auch an der Tatsache, dass die Technologie noch immer sehr teuer ist. Mit einem entsprechenden Daten-Format könnte der Stellenwert von VR deutlich gesteigert und ein Zugang für den Massenmarkt geschaffen werden. Dann dürften auch die Preise entsprechend sinken.

Weiterführendes

» Interview mit Thomas Kramer u.a. zum HEVC Codec

 

Quelle: Frauenhofer Institut

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Update: 24. September 2017

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