IPTV Aktien

Papiere, mit denen Sie am Boom der Technik profitieren können


Nach einigen zögerlichen Anfangsjahren, gewinnt IPTV auch in Deutschland immer mehr an Fahrt.  Allein die Deutsche Telekom verzeichnete Mitte 2011 ca. 1,4 Millionen IPTV-Kunden. Vodafone ist als neuster Vertreter Anfang 2011 in den IPTV-Markt eingestiegen. Ende 2016 lagen die Telekom-Zahlen rund 100 Prozent über diesem Wert. Weltweit boomt der Markt für nichtlineares Fernsehen, besonders befeuert durch den Erfolg von Amazon Fire TV und Netflix. Auch in Deutschland geht der Trend immer mehr hin zum Streaming, wovon mittelfristig auch IPTV als Empfangsweg weiter profitieren dürfte. Sowohl in Deutschland wie auch in der EU und weltweit, schnellen die IPTV-Abonnentenzahlen, teils mit dreistelligen, jährlichen Wachstumsraten, in die Höhe. Statistiken dazu und eine grafische Übersicht, die Prognosen der Realität der letzten Jahre gegenüber stellt, finden Sie hier.


Vom Boom profitieren mit passenden Aktien

Wäre es dann nicht schön, an diesem Wachstumsmarkt zu profitieren? Aber wie? Wir haben einige Aktien von börsennotierten Unternehmen herausgesucht, bei denen Sie mittelfristig an den Entwicklungen von IPTV partizipieren können. Des Weiteren haben wir ein virtuelles Musterdepot dieser Werte auf dieser Seite erstellt, um die gedachte Performance über einen Zeitraum X zu messen.


Welche Aktien kommen in Frage?

Es gibt mehrere Branchen, mit denen sich direkt oder indirekt mit IPTV Geld verdienen lässt. Im Folgenden stellen wir einige dieser Möglichkeiten vor.


  1. Für die Realisierung von IPTV bedarf es nicht nur der Telekommunikations-Unternehmen als Plattformprovider. IPTV verursacht Unmengen an Netzkapazitäten. Daher sind Netzausrüster und Dienstleister, wie Cisco, höchst interessant, wenn es um IPTV-Aktien geht.

  2. Wie auch bei Kabel-TV oder SAT-TV, benötig man zur Nutzung von IPTV spezielle Set-Top-Boxen. Hersteller dieser Geräte dürften auch die nächsten Jahre gut gefüllte Auftragsbücher haben.

  3. Ein weiterer Markt ist die Betriebssoftware für die Set-Top-Boxen, die dem Benutzer ein möglichst komfortables und leicht zu bedienendes TV-Produkt beschert. Bei der Telekom stammt die Software beispielsweise von Mircosoft.

  4. Es gibt natürlich auch Unternehmen, die Software und Systeme zur Erstellung/Produktion von Bewegtbild-Inhalten (z.B. WebTV) im Internet bieten. Egal ob als Bereicherung zum Internetauftritt für Musiksender, Onlineshop etc. oder mit dem Ziel einen waschechten Web-TV-Sender zu etablieren.

  5. Die wohl wichtigsten Akteure und Profiteure sind jedoch die IPTV-Anbieter selber. In Deutschland ist das aktuell die Deutsche Telekom, Vodafone sowie 1und1. Gerade die Deutsche Telekom ist, aufgrund des Kursverfalls der letzten Jahre, ein nicht uninteressanter Pick im IPTV-Portfolio. Auch weil das IPTV-Paket für 1&1 Kunden ein Vorleistungsprodukt von der Telekom ist, so das ein nicht unerheblicher Revenue-Teil bei den Bonnern bleibt.

Aktien zu Punkt 1)

Wie bereits erwähnt, ist für uns in erster Linie der Netzwerkausrüster „Cisco“ als Markführer interessant. Aber auch „JDS Uniphase Corp.“ halten wir wieder für einen interessanten Pick. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt unter anderem Komponenten für optische Netzwerke. Grundvoraussetzung also für schnelle Datennetze, wie VDSL, die wiederum essentiell für IPTV sind.

Einige Konkurrenten strauchelten die letzten Jahre stark an einer harten Marktkonsolidierung. Einen der einstigen Big-Player der Branche hat es sogar bereits vor nicht allzu langer Zeit vom Kurszettel gefegt. Die Rede ist von „Nortel Networks“.

Aktien zu Punkt 5)

Sehr interessant finden wir natürlich in erster Linie die Plattformanbieter von IPTV. Also die Telekommunikationsunternehmen, die neben Breitbandanschlüssen via DSL und VDSL auch IPTV vertreiben. IPTV ist ein hervorragendes Produkt-Komplement und eine gute Möglichkeit, Kunden langfristig zu binden. Denn ohne Breitbandanschluss kein IPTV. Und den TV-Anbieter wechseln die meisten weniger gerne als Telefon, Handy oder Internet. Hier schlummert also gleich doppelt Potenzial für die Telkos, wenn man die Karten in Zukunft gut ausspielt. Das Potenzial zeigen auch diverse Studien (z.B. diese von goetzpartner), die u.a. die Wechselbereitschaft der TV-Konsumenten einbeziehen. Demnach sind die Vorzüge von IPTV, wie „zeitversetztes Fernsehen“ (gut 50 Prozent wechselwillig) und „HDTV“  (fast 2/3 wechselwillig) für viele ein wichtiger Grund, den TV-Anbieter zu wechseln und damit wahrscheinlich auch den DSL-Anbieter.


Außerdem ist IPTV DIE Möglichkeit schlechthin, mit den Kabelprovidern gleichzuziehen. Da diese ebenfalls Telefonie und Internet bieten, waren Tripleplay-Pakete aus Internetflat, Telefon und Digital-TV bisher den Kabelanbietern vorbehalten.

In Deutschland führt momentan die Deutsche Telekom mit deutlichem Vorsprung. Das Unternehmen zählte Ende 2010 fast 1,5 Mio. IPTV-Abonnenten. Ende 2016 lag die Zahl kurz vor der 3 Mio-Marke. 2017 dürfte auch diese Marke genommen werden.


Musterdepot:

Wert Stück WKN Kaufkurs Kurs Differenz
Dt. Telekom 2567 555750 9,74 14,78 € 51,75%
Cisco 629 878841 15,90 € 28,20 € 77,36%
Motorola Solutions 34 A0YHMA 41,51 76,70 € 84,77%
Microsoft 1008 870747 19,85 € 57,50 € 189,67%
Telefónica  901 894087 16,65 € 7,88 € -52,67%
Vodafone 9554 A0J3PN 1,57 € 2,32 € 47,77%
Artec Technologies  3030 520958 1,65 5,60 € 239,39%
Depotwert 162.480,74 €
Wertentwicklung 62,48%
innerhalb von X Tagen 2569

Start des virtuellen Depots erfolgte am 17.11.2009. Die letzte Kursaktualisierung erfolgte am 23.11.2016. Das Depot verfügt über eine kleine Gewichtung hin zum Deutschen bzw. europäischen IPTV-Markt. Die Telekom wurde mit 25 Prozent des Gesamtvolumens (virtuelle 100.000 €) am stärksten gewichtet. Der Restrukturierungskurs unter (damals) der Führung von Herrn Obermann und das Wachstum im IPTV-Kundengeschäft, sowie das vergleichsweise günstige KGV, machen die Telekom zu einem unserer "favorit picks". Cisco und Motorola* sind mit je 10 % gewichtet. Vodafone sowie die Telefónica machen je 15 % des Depotvolumens aus. Telefonica, da die O2-Tochter in Deutschland einige Zeit auch IPTV anbot. Microsoft wurde mit 20% vergleichsweise hoch gewichtet. Dies dient dazu, die Telekommunikationslastigkeit und das Risikoprofil des Musterdepots etwas zu dämpfen. Aprospos Risiko. Die vergleichsweise kleine, aber interessante „Artec“, ist als Risikobeimischung mit 5 % hinzugefügt worden. Spätestens 2016 zeigte sich, das wir da mit fast 250% Plus goldrichtig lagen...


Risikoeinschätzung: Insgesamt würden wir dem Depot auf einer Skala von 1-10 (10 = High Risk) eine 4 geben. Es handelt sich fast ausschließlich um Bluechips oder Big Player im Telkomarkt.


*Motorola wurde im Januar 2011 in 2 Sparten aufgeteilt. Daher erfolgte eine Umrechnung im Bezugsverhältnis 1:7 auf "Motorola Solutions".

Dieser Beitrag ist keinesfalls eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapieres oder von Derivaten. Sie ist ebenfalls keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes.  Die hier veröffentlichten Infos liefern lediglich einen Einblick in die persönliche Meinung der Redaktion, wofür diese keine Haftung übernimmt. Ebenso übernehmen wir keinerlei Gewähr für die Korrektheit, Aktualität sowie Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen.


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